Die Auseinandersetzung mit dramatischen Stoffen (Bühnenwerken: Schauspiel, Musikdramatik) findet im Unterricht an Schulen statt (etwa Hessen: Wahlfach bzw. Wahlpflichtfach Darstellendes Spiel / Theater; Baden-Württemberg: Literatur). Aufführungen innerhalb des Unterrichts sind als „Schulveranstaltungen“ ohne Genehmigung des Rechteinhabers (i.d.R. des Verlages) und ohne Vergütung zulässig (§ 52 Absatz 1 Urheberrechtsgesetz, sogenannte Schrankenregelung). Aufführungen, die den Rahmen des Unterrichts verlassen, oder weitere Nutzungen (insbesondere das Einstellen der Theaterproduktion im Internet) müssen vom Rechteinhaber ausdrücklich genehmigt werden. Diese über den Unterricht hinaus gehenden Nutzungen sind regelmäßig vergütungspflichtig. Das Hessische Kultusministerium und das Badens-Württembergische Ministerium für Kultus, Jugend und Sport haben in Zusammenarbeit mit dem Verband Deutscher Bühnen- und Medienverlage jeweils ein Papier erarbeitet, das Schulen ermöglicht, bereits vor der Realisierung eines Theaterprojekts zu erkennen, ob vergütungspflichtige Rechte eingeholt werden müssen.


Leitfaden Urheberrecht für die Kulturelle Praxis in Schulen in Hessen
Handreichung zu Schultheaterauffuehrungen in Baden Württemberg
Auszug Urheberrechtsgesetz (Öffentliche Wiedergabe / Schulveranstaltungen)
Auszug Urheberrechtsgesetz (Aufführungsrecht)