Die Zentralstelle Bühne Service GmbH (ZBS) ist eine Einrichtung des Verbandes Deutscher Bühnen- und Medienverlage (VDB). Die ZBS wird vom geschäftsführenden Justiziar des VDB, Dr. Jan Ehrhardt, geleitet.


Die ZBS hat folgende Aufgaben:

  • Überprüfung der Tantiemeabrechnungen der Theater auf Übereinstimmung mit den Vorgaben der Regelsammlung Bühne (Revision)
  • Außergerichtliche und gerichtliche Geltendmachung von eventuellen Nachforderungen der Verlage
  • Empfehlungen für Verhandlungen mit dem Deutschen Bühnenverein (DBV)
  • Dienstleistungen für den VDB, insbesondere Unterhaltung und Pflege der Datenbank zu urheberrechtlich geschützten deutschsprachigen Bühnenwerken

Die Überprüfung der Tantiemeabrechnungen erfolgt stichprobenartig vor Ort durch eine Wirtschaftprüfungsgesellschaft. In der Regel werden jährlich bis zu sechs Theater geprüft. Über die zu prüfenden Theater entscheidet die Bühnenkommission (BK). Die von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erstellten Revisionsberichte sind Grundlage für eventuell erforderliche Verhandlungen mit dem DBV. Die ZBS ist im Rechtsdienstleistungsregister für Inkassodienstleistungen registriert; in gerichtlichen Verfahren wird die ZBS von externen Rechtsanwälten vertreten.


Die ZBS hat einen mit Dramatikern und Verlegern paritätisch besetzten Beirat, der Empfehlungen für Verhandlungen mit dem DBV gibt.


Die Datenbank weist die Rechte an Bühnenwerken nach, nach denen unter verschiedenen Suchkriterien recherchiert werden kann. Die Benutzung der Datenbank ist kostenlos.


Aufgrund einer Vereinbarung mit der französischen Verwertungsgesellschaft Société des Auteurs et Compositeurs Dramatiques (SACD) nimmt die ZBS über die SACD abgerechnete Urhebervergütungen für Aufführungen und Sendungen in Frankreich entgegen, die an die deutschen Rechteinhaber weitergeleitet werden.