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Glojnaric, Sara (Komponist:in)
Šljivar, Tanja (Autor:in)

Station Paradiso
Eine Mixtape-Oper über die Sehnsucht nach Zuhause

Musiktheater
Oper

Besetzung: 6D, 4H
Besetzungshinweis: 10 Sängerinnen und Sänger: 2 Sopran, 2 Mezzospran, 2 Alt, 2 Tenor, 2 Bass.
Umfangreiche Live-Elektronik
Instrumentierung: Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott, 2 Hörner, Trompete, Posaune, Tuba, Percussion (3 Spieler), Stage Piano, 2 Keyboards, E-Gitarre, Streicher (6-5-4-3-2)

Bstnr/Signatur: TP 1278
Dauer: 100 min, abendfüllend

Aufführungsgeschichte:
Uraufführung: 10. Mai 2026, Staatsoper Stuttgart

In TTX seit: 15.06.2026

„Ich möchte dort ansetzen“, sagt Sara Glojnarić über ihre neue Oper Station Paradiso, „wo die Geschichtsbücher aufhören – um die Geschichte in all ihrer Pracht, ihrem Humor und ihrer Realness aus dem Blickwinkel einer Insiderin mitzuerzählen, die dieses ganz besondere Gefühl eines emotionalen Spagats zwischen dem, was wir Heimat nennen, und dem, wo wir uns jetzt befinden, versteht.“
Welche Klänge rufen in uns Heimatgefühle hervor? Mit welcher Musik verbinden wir die Orte, an denen wir unser Leben gelebt haben? Kann eine herausgekramte LP-Hülle, eine Kassettenbox, eine alternde CD auch über Länder und Generationen hinweg Erinnerungen zum Leben erwecken? Mit solchen Fragen im Gepäck startete Sara Glojnarić zunächst ein „Soundarchiv der Zukunft“ als Materialsammlung für ihre Komposition. In persönlichen Gesprächen und Hörsessions mit Menschen, die sich im Stuttgarter Raum seit den 50er Jahren angesiedelt haben, legt sie seither längst vergessene Erinnerungen frei und entwirft ein genera-
tionsübergreifendes Songbook. Im Team mit der bosnischen Schriftstellerin Tanja Šljivar verwebt Glojnarić diese Einwanderungsgeschichten voller Nostalgie und Träume, Tragödien und Komik, Rituale und Sprachenvielfalt zu einer poetisch-surrealen Mixtape-Oper. Gemeinsam nehmen sie uns mit auf eine Art Roadtrip entlang der ehemaligen Europastraße 5, die als nächtlich abgefahrene Transitroute eine Brücke zwischen den kulturellen Identitäten Deutschlands und Südosteuropas bildet und gleichzeitig die Sehnsucht nach Zugehörigkeit symbolisiert. Eine Oper über die zeitlos utopische Kraft der Musik als kulturelles Gedächtnis.

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