Köck, Thomas
circus oresteia
oder a few more notes on the very famous myth of the verschwendungszusammenhang
Sprechtheater
Schauspiel
Besetzungshinweis: Besetzung variabel
Aufführungsgeschichte:
UA: Theater an der Ruhr, 3.7.2026
Regie Philipp Preuss
In TTX seit: 18.09.2026
Aischylos' »Orestie« endet mit der Einführung der Demokratie - aber was, wenn diese Demokratie nur funktioniert, solange cheap energy und cheap nature garantiert werden, und was, wenn das Wachstum, das diese liberale demokratische Ordnung am Wachsen hält, plötzlich immer teurer wird?
Thomas Köck fragt nach dem weißen Fleck der Gründungserzählung der Demokratie und findet ihn in der Gegenwart wieder: als Wirtschaftsordnung, als Klimakatastrophe, als Ausbeutung, als uneingelöstes Versprechen, als Schuld - und Verschwendungszusammenhang, dem niemand entkommt.
Wo Aischylos Rachegöttinnen schickte, schickt Köck einen Chor aus Männern, Greisen und anderen Clowns, der die Geschichte der westlichen Demokratie besingt: finanziert durch billiges Öl, getragen von planetarer Ausbeutung, auf den Schultern von Frauen, Tieren, Kindern und den nächsten Generationen. Iphigenie, Klytaimnestra, Kassandra kehren zurück — diesmal in eine Gegenwart, die sich ihre eigene Katastrophe als Fortschritt erzählt.
Köck führt die Figuren der griechischen Tragödie nicht als Symbole vor, sondern als Zeug:innen — Zeug:innen eines Verschwendungszusammenhangs, von dem wir alle wissen, und ihm trotzdem folgen, ihm immer wieder gefolgt haben werden.
Welcome to the circus!
Thomas Köck fragt nach dem weißen Fleck der Gründungserzählung der Demokratie und findet ihn in der Gegenwart wieder: als Wirtschaftsordnung, als Klimakatastrophe, als Ausbeutung, als uneingelöstes Versprechen, als Schuld - und Verschwendungszusammenhang, dem niemand entkommt.
Wo Aischylos Rachegöttinnen schickte, schickt Köck einen Chor aus Männern, Greisen und anderen Clowns, der die Geschichte der westlichen Demokratie besingt: finanziert durch billiges Öl, getragen von planetarer Ausbeutung, auf den Schultern von Frauen, Tieren, Kindern und den nächsten Generationen. Iphigenie, Klytaimnestra, Kassandra kehren zurück — diesmal in eine Gegenwart, die sich ihre eigene Katastrophe als Fortschritt erzählt.
Köck führt die Figuren der griechischen Tragödie nicht als Symbole vor, sondern als Zeug:innen — Zeug:innen eines Verschwendungszusammenhangs, von dem wir alle wissen, und ihm trotzdem folgen, ihm immer wieder gefolgt haben werden.
Welcome to the circus!
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