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Molière

Der Menschenfeind
(Le Misanthrope)

Sprechtheater
Schauspiel

Übersetzer:in(nen): Frank, Heike

Besetzung: 3D, 2H

Aufführungsgeschichte:
UA der Übersetzung: 22.01.2027 Theater Heidelberg. Regie: Nuran David Calis

In TTX seit: 30.09.2026

Molières "Menschenfeind" ist Alceste, der die Heuchelei und Oberflächlichkeit der Gesellschaft zutiefst verabscheut. Er fordert radikale Aufrichtigkeit, worüber er mit seinem pragmatischen Freund Philinte in Streit gerät. Seine Kompromisslosigkeit bringt ihm schnell Ärger ein: Er zerreißt das dilettantische Sonett des Höflings Oronte schonungslos in der Luft, was zu einer Feindschaft und einer Klage vor einem Schiedsgericht führt.
Paradoxerweise liebt Alceste die junge, kokette Witwe Célimène, die genau jene gesellschaftlichen Laster verkörpert, die er so sehr hasst. Sie umgibt sich mit zahlreichen Verehrern und glänzt damit, genüsslich über abwesende Bekannte zu lästern. Die scheinheilige Arsinoé versucht aus Eifersucht, Alceste von Célimène abzuwenden, indem sie ihm als Beweis ihrer Untreue einen unadressierten Liebesbrief Célimènes zuspielt.
In einer dramatischen Konfrontation dreht die gerissene Célimène den Spieß jedoch um: Sie redet dem wütenden Alceste erfolgreich ein schlechtes Gewissen wegen seines Misstrauens ein, sodass er ihr erneut verfällt. Die Lage eskaliert weiter, als Alceste in seinem Gerichtsprozess unterliegt und den Entschluss fasst, der Gesellschaft endgültig den Rücken zu kehren.
Schließlich fordern Alcestes Nebenbuhler eine finale Entscheidung von Célimène. Dabei präsentieren sie Briefe, in denen sie jeden ihrer Verehrer schonungslos verspottet hat. Entlarvt wird Célimène von allen Männern verlassen. Nur Alceste bietet ihr die Heirat an – unter der Bedingung, ihm in die absolute Einsamkeit zu folgen. Als die erst 20-jährige Célimène dies ablehnt, weist Alceste sie endgültig zurück und verzichtet auch auf die aufrichtige Éliante, die sich stattdessen mit Philinte verlobt. Alceste zieht sich in die Einsamkeit zurück, während seine Freunde ihm folgen, um ihn vielleicht doch noch umzustimmen.
Heike Frank, deren Übersetzung von <em>Der Geizige</em> schon wiederholt nachgespielt wurde, legt hier eine Neu-Übersetzung von Molières berühmter Komödie vor.

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