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Sommerfeldt, Lisa

Gehen Lernen

Sprechtheater
Schauspiel

Besetzung: 6D, 3H
Besetzungshinweis: Doppelbesetzung möglich

Frei zur UA

In TTX seit: 27.02.2026

Meret und Lorenz wollen früh Eltern werden und sich die Verantwortung für die Familie fair teilen. Doch bereits mit der Geburt ihres ersten Kindes beginnen die progressiven Ideale der beiden an der harten Realität zu bröckeln. Mit der Zeit wächst die Familie auf vier Kinder an und die traditionelle Rollenfalle schnappt zu. Um das familiäre Überleben zu sichern, gibt Meret ihren Beruf vorerst auf und ertrinkt in der unsichtbaren und unbezahlten Care-Arbeit eines großen Haushalts. Lorenz arbeitet derweil Tag und Nacht, um den Kredit für das Haus abzubezahlen und entfremdet sich von der Familie. Unter der massiven Überforderung bricht das Konstrukt schließlich zusammen und Lorenz initiiert die Trennung.
Für Meret offenbart sich nun ein existenzieller Albtraum: plötzlich steht sie als Frau, die jahrelang beruflich für die Familie zurückgesteckt hat, vor dem Nichts und der drohenden Altersarmut. Auch Ämter bieten ihr keine Unterstützung beim Kindesunterhalt. Da sie sich bezahlbaren Wohnraum mit vier Kindern nicht leisten kann und ihr Ex-Mann die finanzielle Solidarität verweigert, sitzt sie in einer ausweglosen strukturellen Falle. In die Enge getrieben, fasst Meret am Ende eine radikale, gesellschaftlich tabuisierte Entscheidung.

Lisa Sommerfeldts packendes Stück ist eine schmerzhaft präzise und hochaktuelle Abrechnung mit dem Mythos der Vereinbarkeit. <Gehen Lernen> seziert den Pseudo-Feminismus moderner Gesetze und zeigt auf eindringliche Weise, wie schnell Mütter noch immer in die Armutsfalle rutschen, wenn das Projekt Familie scheitert.

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