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Mican, Hakan Savaş

Die Schwäne vom Schlachthof

Sprechtheater
Schauspiel

Besetzungshinweis: 11 Spieler:innen

Aufführungsgeschichte:
UA: 19.11.2009, Ballhaus Naunynstraße
Regie: Hakan Savaş Mican

In TTX seit: 21.08.2026

Ohne Pass und Grenzkontrolle kamen in die DDR nur die kleinen Jungen, die zwischen 1966 und 1975 in der Spree ertranken. Für Hakan Savaş Mican sind die ertrunkenen Kinder der Ausgangspunkt für das Stück über die Mauer und den Mauerfall aus postmigrantischer Perspektive. In Bruchstücken von Erinnerungen wird Geschichte erzählt: Von West-Berliner Kindern, die im Schatten der Mauer aufgewachsen sind; von der Kommunistin aus İzmir, die ins Land ihrer Träume, in die DDR floh; vom anatolischen Landarbeiter, der in Magdeburg mit Döner das große Geld machte, aber seine Unschuld verlor und von einem West-Berliner Migrantenjungen, der sich in ein Mädchen aus Marzahn verliebte. "Die Schwäne vom Schlachthof" ist eine Suche nach verlorenen Erinnerungen an eine vergangene Zeit, als die Grenzen und Mauern durch Berlin und zwischen den Menschen noch sichtbarer Beton waren.
Hakan Savaş Mican wirft in einen Blick auf bisher wenig beachtete Aspekte der Geschichte des geteilten Berlins. Seine Figuren bewegen sich zwischen Türkei, West- und Ost-Berlin und zwischen den Zeiten vor und nach der Mauer. Aus Interviews ist ein Stück über innere und äußere Grenzen entstanden, bei der Geschichten anprobiert werden wie Kleider, in der Unschärfe zwischen Traum und möglicher Erinnerung, zwischen Lüge und Wahrheiten.

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Vertrieb:

rua. Kooperative für Text und Regie GbR Dorothea Lautenschläger, Sabine Westermaier
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