Eine Stadt im Ausnahmezustand: Das Schützenfest steht vor der Tür! Und wie jedes Jahr fiebern die Menschen vor allem dem Königsschießen entgegen, bei dem der neue Schützenkönig ermittelt wird. Schon Tage vorher wird in halboffiziellen Hinterzimmern, Privathaushalten und Vereinsheimen gemunkelt, wer es werden könnte – oder wer gemäß den ungeschriebenen Statuten des Schützenwesens schlichtweg an der Reihe wäre. Als Favorit gilt Roland Mottenwald, der aber am Morgen des Königsschießens plötzlich verschwunden ist. Gleichzeitig wird in der Nachbarstadt ein angeschossener Mann gefunden. Alles gerät in Aufruhr: Ist der Verletzte Roland Mottenwald? Wer könnte ein Interesse daran haben, ihn aus dem Weg zu räumen? Was ist dran an den Gerüchten, dass ihm das Geld fehlte, um den Königsposten anzutreten? War das alles ein abgekartetes Spiel seines Konkurrenten Lester Scharding, der nun an seiner Stelle König wird? Die Presse, der Bürgermeister und die Schützen selbst sind an einer raschen Aufklärung des Falls interessiert, schließlich gibt es hier einen Ruf zu verlieren. Aber die ermittelnde Polizeihauptkommissarin Britta Bellmann sieht sich schnell einer eingeschworenen Gemeinschaft gegenüber, in der jeder ein Motiv hätte und bereit wäre, für seinen eigenen Vorteil über Leichen zu gehen.
David Gieselmann steigt mit «Mord im Schützenverein» in die irrwitzigen und faszinierenden Abgründe des Schützenwesens, des Lokalpatriotismus und traditionsbewusster Herrenrunden – eine turbulente Tour de Force über Vereinsmeierei, Doppelmoral und Zusammenhalt in komplizierten Zeiten.
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