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Krakau, Felix

Don Karlos (A New Morning)
Nach Friedrich Schiller

Sprechtheater
Schauspiel

Besetzung: 2D, 4H

Dauer: abendfüllend

Aufführungsgeschichte:
U: 20.03.2026 Theater Bonn (Regie: Felix Krakau)

Auftragswerk für das Theater Bonn

In TTX seit: 10.04.2026

«Don Karlos» ist Polit-Thriller und Familiendrama, Kammerspiel und Welttheater, changiert zwischen Soap und Suspense, ist House of Cards im Versmaß: Es rumort an den Außengrenzen des spanischen Königreichs und auch im Inneren spannen die Konflikte: Don Karlos, der Thronfolger, liebt Elisabeth, doch die ist inzwischen mit seinem Vater, König Philipp, verheiratet. Prinzessin Eboli liebt Karlos, wird aber nicht zurückgeliebt, und schwört Rache. Als dann auch noch Karlos’ Jugendfreund, der Marquis von Posa, auftaucht und seine berühmt gewordene Gedankenfreiheit einfordert, ist der Hof endgültig in Aufruhr. Es stehen sich vermeintlich unvereinbar die Generationen und politischen Systeme gegenüber, Sohn gegen Vater, Religion gegen Vernunft, Alt gegen Neu; schauen sich ratlos an und versuchen, eine Sprache zu finden für das Gemeinsame und für Gräben, die nicht zu überwinden sind. So wird intrigiert, debattiert und korrumpiert und um die Liebe geht es natürlich auch, wie sollte es anders sein?!

Inmitten all des Wirrwarrs fragt sich Don Karlos, dreiundzwanzig Jahre alt und noch nichts für die Unsterblichkeit getan, wie es weitergehen kann mit dem Königreich und der ganzen verdammten Welt. Ohne das Original aus dem Blick zu lassen, überträgt Felix Krakau die Gedanken von Schiller in die Gegenwart und versucht gemeinsam mit Karlos und Posa eine Ahnung davon zu bekommen, wie die Gesellschaft aussehen könnte, die kommen wird. Wer scheitert hier an welchen Idealen und brauchen wir einen gesellschaftlichen Umsturz? Was bedeutet die beschworene «aufklärerische Gedankenfreiheit» heute noch? (Ankündigungstext vom Theater Bonn)

«Felix Krakau hat Schillers schier endloses dramatisches Gedicht überschrieben: etwas Neues, im besten Sinne Gegenwärtiges geschaffen … Es ist faszinierend zu sehen, wie sich alle Facetten der Vorlage organisch durchdringen. Das Persönliche ist hier immer politisch, und das Politische stets persönlich. Der im Stück enthaltene Generationenkonflikt behauptet seine zeitlose Aktualität ... Eine spannende, gegenwartsnahe, gleichzeitig werkgetreue Aneignung von Schillers ‹Don Karlos›.» (General-Anzeiger Bonn)

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