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Steinherr, Ludwig

Der irre Catull

Sprechtheater
Monolog

Dekorationshinweis: 1 Dekoration
Besetzung: 1H

Frei zur UA

In TTX seit: 26.08.2026

Der antike, römische Dichter Catull (geb. ca. 87 v. Chr., gest. ca. 30 Jahre später) erzählt, quasi aus dem Orcus heraus und als Wiedergänger, dem Publikum aus der antiken Welt und ganz speziell aus seinem Leben. Trotz Toga und Papyrusrolle sehen wir einen modernen, jungen Mann, fast heutig anmutend und mit moderner Sprache. Catull kann sich eben an jede Lebensrealität und -epoche anpassen! Sein Hauptinteresse besteht darin, seine, offenbar für sein Leben immens bedeutende, Liebesgeschichte mit Lesbia zu erzählen. Und die war extrem kompliziert und ein stetiges Auf und Ab.

Lesbia hatte zwei Gesichter, das der Göttin und das der Hure. Catull beschreibt die aufreibende Verbindung der beiden anschaulich und detailliert und untermalt Ereignisse und Emotionen mit seinen, teils obszönen, teils irren und immer wieder zarten Gedichten. In tiefe Verzweiflung wird der junge Dichter gestürzt als Lesbia ihn verlässt. Als sie ihn nach einiger Zeit wieder zu sich einlädt, bricht sich Catull tragischerweise auf dem Weg zu ihr das Genick. Doch Catulls Bericht birgt ein Happy End – im Hades sehen sich der irre Lyriker und die liebestolle, sanfte Göttin natürlich wieder.

Steinherr nähert sich mit diesem Monolog auf kreative und humorvolle Weise einer der Hauptfragen der Forschung den römischen Dichter betreffend, nämlich der nach der wahren Identität Lesbias.

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