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Gebert, Anke

Lena oder Das Gift des Zweifels

Sprechtheater
Schauspiel

Werkangaben: Nach Motiven des (bisher unveröffentlichten) gleichnamigen Romans von Marina Heib und Anke Gebert
Dekorationshinweis: var. Dek.
Besetzung: 2D, 2H

Frei zur UA

In TTX seit: 12.10.2026

Eine Frau. Ein Überfall. Ein Dorf, das Fragen stellt – bis aus Fragen Zweifel werden.

Seit fast fünfzehn Jahren lebt Lena mit ihrem Mann Jan auf einem Hof. Sie gehört zur Familie, zum Dorf, zum Alltag. Dann wird sie an einem See überfallen und vergewaltigt.

Lena weiß, was geschehen ist. Doch je öfter sie davon erzählen muss, desto stärker gerät nicht der Täter, sondern sie selbst in den Mittelpunkt. Warum hat sie zunächst geschwiegen? Warum geduscht? Warum fehlen Erinnerungen? Warum widersprechen sich einzelne Details? Jan will ihr glauben. Sein Vater Theo verlangt Gewissheit. Das Dorf beginnt zu reden. Und selbst Lenas engste Freundin Mel spürt, wie ansteckend Zweifel sein können.

Was als Sorge beginnt, wird zu Misstrauen. Was als Frage gestellt wird, kann zum Urteil werden. Und Lena erlebt, wie der Boden unter einem Leben wegbricht, das sie für sicher hielt.

LENA oder DAS GIFT DES ZWEIFELS ist ein konzentriertes Kammerspiel über Wahrheit, Vertrauen und die zerstörerische Macht des Nichtglaubens. Vier Spielende, vier Stühle und schlichte Stöcke genügen, um Hof, See, Polizeiraum, Klinik und Kirche entstehen zu lassen. Mit jedem Zweifel rücken die Stöcke näher zusammen – bis aus ihnen eine Grenze wird.

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