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Kleeberg, Michael

Villa im Tessin

Sprechtheater
Schauspiel

Besetzung: 2D, 2H (4 Darst.)

Bstnr/Signatur: 2810

Frei zur UA

In TTX seit: 13.10.2026

Im April 1933 fand in Montagnola, wo Hermann Hesse lebte, die einzige verbürgte Begegnung zwischen Hermann Hesse und Bertolt Brecht statt. Brecht wurde begleitet von Kurt Kläber, Heinrich von Brentano und seiner Geliebten Margarete Steffin. Helene Weigel war zu der Zeit noch dabei, ihre Kinder, von denen sie bei der Flucht getrennt worden war, nachzuholen.
Verbürgt und dokumentiert ist auch sowohl Hesses wie Brechts leidenschaftliches Interesse an der altchinesischen philosophischen Lebenslehre des Taoismus. Darin geht es unter anderem um die spirituelle Einheit der Welt, gutes und schlechtes Regieren und die Haltung des Einzelnen zur Macht. Alles Fragen, die in diesem Frühjahr 1933 nicht nur theoretische, sondern von höchster politischer Brisanz waren. Natürlich zogen Brecht und Hesse diametral unterschiedliche Schlüsse aus ihrer Beschäftigung mit dem Taoismus. Was bei diesem Treffen zur Sprache kam und wie es ablief, ist nicht überliefert. Dieses Stück versucht darzustellen, wie es hätte sein können.
Michael Kleeberg

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