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Vekemans, Lot

Grenzfälle
(Moresnet)

Sprechtheater
Schauspiel

Übersetzer:in(nen): Pieper, Eva M.

Originalsprache: Niederländisch
Besetzung: 2D, 2H (4 Darst.)

Bstnr/Signatur: 2774

Aufführungsgeschichte:
UA: 09.12.2011 Liège, Pôle Image/Theatre de la Place
Frei zur DSE

In TTX seit: 17.03.2025

Nach Jahren in Deutschland kehrt Mathias 1965 zurück nach ehemals Neutral-Moresnet, wo seine Mutter lebt und früher auch er und sein Bruder Johan. Dort, nun in Belgien gelegen, wird er am Abend von vier Uniformierten verhaftet. Denn 1947 verurteilte man ihn wegen Landesverrats zum Tode, weil er sich freiwillig der deutschen Wehrmacht anschloss. Den Brief mit dem Urteil hatte die Mutter vernichtet.
Erst nachdem er Jahre später von seiner Verurteilung erfährt – „Bleib du nur da/In Deutschland“, hatte die Mutter gesagt – stellt sich Mathias den Behörden. Nicht weil er vom belgischen König begnadigt werden möchte, sondern weil er einen Freispruch erwirken will. Seine älterer Bruder Johan kämpfte damals für die belgische Armee und wurde im Krieg getötet. Seinen Schatten wird Mathias nicht los: zwei Brüder, die in unterschiedlichen Armeen kämpfen mussten, weil die Neutralität ihrer Heimat weder von Belgien, noch von Deutschland anerkannt wurde.
GRENZFÄLLE wurde 2011 in Liège (Lüttich) uraufgeführt. Lot Vekemans hat sich den Text neu vorgenommen. Es geht darin um Krieg, Identität und Schuld, um Opfer und Helden und wie Helden zu Opfern werden. „Weißt du, was es mit einer Grenze auf sich hat?“ fragt die Mutter. „Wenn man weit weg von ihr wohnt, erscheint die Grenze sehr klar/Aber wenn man direkt neben ihr lebt/Oder auf ihr/Wie wir/Dann ist es eine völlig andere Geschichte“

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