belmonte
Antigones Trauer
Sprechtheater
Schauspiel
Besetzung:
1D,
3H
Besetzungshinweis: mit Chor
Bstnr/Signatur: 202601
Dauer:
abendfüllend
Frei zur UA
In TTX seit: 13.02.2026
„Antigones Trauer“ ist eine radikale Neuschreibung des antiken Stoffes: ein konzentriertes Kammerspiel über das Verbot der Trauer und die politische Sprengkraft eines zutiefst menschlichen Gefühls. Antigones Verbrechen besteht darin, um ihren Bruder zu klagen in einer Gesellschaft, die Trauer als rückständig, krankhaft und systemgefährdend erklärt. Damit wird das Private existenziell politisch: Wer nicht trauern darf, verliert seine Identität.
Das Stück verschränkt Mythos und Gegenwart mit großer Präzision. Kreon erscheint als technokratischer Machtapparat, der Emotionen misst, normiert und kriminalisiert. Medizinische Sprache und Kontrolllogik ersetzen moralische Debatten. Der Chor wird zum Spiegel einer Gesellschaft, die beobachtet, relativiert und sich entzieht. So stellt der Text dringliche Fragen nach Normalität, psychischer Gesundheit und der gesellschaftlichen Zumutbarkeit von Gefühlen.
Für die Bühne bietet „Antigones Trauer“ hohe Spielbarkeit und klare Bilder: eine klare Figurenkonstellation, kraftvolle Monologe, chorische Verdichtungen und eine hochattraktive Titelrolle. Die musikalische, bildreiche Sprache fordert Körper und Stimme gleichermaßen. Ein zeitgenössisches Tragödienmodell, das Ensemble wie Publikum herausfordert und lange nachhallt.
Das Stück verschränkt Mythos und Gegenwart mit großer Präzision. Kreon erscheint als technokratischer Machtapparat, der Emotionen misst, normiert und kriminalisiert. Medizinische Sprache und Kontrolllogik ersetzen moralische Debatten. Der Chor wird zum Spiegel einer Gesellschaft, die beobachtet, relativiert und sich entzieht. So stellt der Text dringliche Fragen nach Normalität, psychischer Gesundheit und der gesellschaftlichen Zumutbarkeit von Gefühlen.
Für die Bühne bietet „Antigones Trauer“ hohe Spielbarkeit und klare Bilder: eine klare Figurenkonstellation, kraftvolle Monologe, chorische Verdichtungen und eine hochattraktive Titelrolle. Die musikalische, bildreiche Sprache fordert Körper und Stimme gleichermaßen. Ein zeitgenössisches Tragödienmodell, das Ensemble wie Publikum herausfordert und lange nachhallt.
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