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Schneidewind, Friedhelm/Schneidewind, Ulrike

Carmilla
Vampireskes Schauspiel

Sprechtheater
Schauspiel

Besetzung: 3D, 5H
Besetzungshinweis: auch 3D 2H möglich

Bstnr/Signatur: 202608
Dauer: abendfüllend

Aufführungsgeschichte:
Uraufführung: 29. April 1994, Studio-Theater Saarbrücken

In TTX seit: 05.06.2026

Neben Dracula ist es vor allem die Figur der Carmilla, die das Genre der Vampirliteratur geprägt hat; sie wird bis heute in feministischen und lesbischen Kreisen regelrecht verehrt. Sheridan Le Fanus Geschichte um eine undurchschaubare junge Frau, die sich in das Haus eines pensionierten Militärs einschleicht, um dessen Tochter als Gefährtin zu gewinnen, gilt als der erste literarisch bedeutsame Vampirroman. Mit ihrem Schauspiel „Carmilla“ legten Friedhelm und Ulrike Schneidewind 1993 eine Dramatisierung der gleichnamigen Erzählung Le Fanus von 1872 vor. Der zentrale Handlungsstrang des Stücks spielt in den 1920er Jahren im deutsch-französischen Grenzgebiet. Dabei kommt die aufgeheizte politische Stimmung jener Zeit ebenso zur Sprache wie soziale und nationale Themen. Durch eine Erzählerfigur wird das Geschehen zusätzlich an der Gegenwart gespiegelt, außerdem können Songs und Lieder eingebunden werden. Damit bietet „Carmilla“ viele Anknüpfungspunkte über die reine Begeisterung für Vampirismus hinaus, wie auch die Aufführungsgeschichte des Stücks zeigt. Nach der Uraufführung 1994 in Saarbrücken wurde es in zahlreichen Städten nachgespielt, darunter in Berlin, Bielefeld, Leipzig, Reutlingen, Pforzheim und Osnabrück sowie bei Gastspielen in Georgien und Rumänien.

Pressestimmen:
„Das aufgrund seiner Modernität, Komik, Bosheit und Erotik derzeit beste Vampirschauspiel“ („Orkus“ 1999)
„Vampirprogramm erster Güte“ („Rheinpfalz“ 1997)
Weitere Pressestimmen unter: www.carmilla.de//presse.htm.

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