Made in Germany
(Made in France)
Sprechtheater
Schauspiel
Übersetzer:in(nen): Langner, Kim
Dekorationshinweis: Wechseldek.
Besetzung:
3D,
2H
Besetzungshinweis: 3D - 2H - 1 Schlagzeuger*in
Aufführungsgeschichte:
UA: 09.03.2025, Théâtre de Belleville, Paris
Frei zur DSE
In TTX seit: 02.07.2026
Im Durcheinander, verursacht durch die angesichts der drohendenen Schließung aufgebrachten Mitarbeiter, hält der Chef der Fabrik Emil für einen Vertreter des Mutterkonzerns, dessen Kommen er sehnsüchtig erwartet. Und eine Journalistin, die vorort ist, um über das Chaos zu berichten, hält Emil irrtümlicherweise für den Arbeitnehmervertreter der Fabrik. Emil wittert seine Chance. Um den Kopf aus der Schlinge zu ziehen, muss er die Fabrik, seine Kollegen und vielleicht sogar das ganze Land retten... Unwillkürlich wird er in eine ebenso verrückte wie improvisierte Widerstandsbewegung verwickelt, in der er – je nachdem, mit wem er es gerade zu tun hat – verschiedene Rollen spielt. Als Forrest Gump der Industriepolitik ist er plötzlich an jeder wichtigen Entscheidung beteiligt und kämpft dabei gegen unsichtbare globale Machtverhältnisse.
MADE IN GERMANY entwirft in der Form einer bitteren Farce das Panorama einer Gesellschaft im Zustand fortgeschrittener politischer und industrieller Erosion. Mit Witz und Intelligenz stellt es die Frage, ob unter den Bedingungen spätkapitalistischer Fragmentierung überhaupt noch Solidarität oder gar ein gemeinsames politisches Subjekt denkbar ist – und ob Theater heute noch ein Ort sein kann, an dem sich dieses Begehren artikuliert.
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Anmerkung zum Titel:
Dem ursprünglichen Titel "Made in France" zum Trotz ist das Stück nicht an einen spezifisch nationalen Kontext gebunden; vielmehr werden grundlegende Dynamiken moderner Industriegesellschaften verhandelt. Vor diesem Hintergrund haben Autoren, Übersetzerin und Verlag gemeinsam entschieden, den Text bewusst in einen deutschen Kontext zu übertragen. Die Verschiebung des Schauplatzes versteht sich als Fortsetzung der im Stück angelegten Universalität.
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