Lauterbach, Benjamin
Die Kranken
Sprechtheater
Schauspiel
Werkangaben: Moderne Groteske
Dekorationshinweis:
1 Dekoration
Besetzung:
2D,
3H
Frei zur UA
In TTX seit: 14.08.2026
Ein schwerkranker Rentner, ein inspirationshungriger Künstler und eine privatversicherte, nicht mehr ganz junge Mutter: Sie alle sitzen im Wartezimmer von Hausarzt Dr. Lebewohl – und erweisen sich als recht schwierige Patienten. Von hypochondrischen Fantasien über Krankenhaustraumata bis hin zur privatversicherten Erregung über die ungewohnt lange Wartezeit müssen MFA Clara und Dr. Lebewohl so einiges auffangen - und das oft mehr psychotherapeutisch denn medizinisch. Keine Frage dennoch, dass die Untersuchungen der Patientin mit dem richtigen Versicherungskärtchen viel umfangreicher ausfallen, als notwendig wäre, was wiederum zu umso mehr Wartezeit für Künstler Dornberg und Rentner Kaluschke führt. Und während ersterer ein Epos über das deutsche Gesundheitssystem konzeptualisiert, verschlechtert sich der Zustand des anderen auf einmal dramatisch – derweil Clara Dr. Lebewohl eine Nachricht überbringen muss, die schlagartig alles verändert.
Feinstens beobachtet und sprachlich hochpräzise gearbeitet dreht sich Benjamin Lauterbachs neues Stück um Zweiklassenmedizin und die Fragilität von Gesundheit. Irgendwo zwischen Satire und Groteske vermisst der Text die engen Grenzen eines Systems, in dem Ärzte wie Patienten nur verlieren können und Idealismus sich keiner mehr leisten kann. Dem Fatalismus neigt DIE KRANKEN dennoch immer nur vorübergehend zu – und noch die absurdeste Figur bleibt jederzeit Mensch: zaudernd, hoffend und, vor allem anderen, getrieben von dem zutiefst menschlichen Bedürfnis, ernstgenommen und verstanden zu werden.
Feinstens beobachtet und sprachlich hochpräzise gearbeitet dreht sich Benjamin Lauterbachs neues Stück um Zweiklassenmedizin und die Fragilität von Gesundheit. Irgendwo zwischen Satire und Groteske vermisst der Text die engen Grenzen eines Systems, in dem Ärzte wie Patienten nur verlieren können und Idealismus sich keiner mehr leisten kann. Dem Fatalismus neigt DIE KRANKEN dennoch immer nur vorübergehend zu – und noch die absurdeste Figur bleibt jederzeit Mensch: zaudernd, hoffend und, vor allem anderen, getrieben von dem zutiefst menschlichen Bedürfnis, ernstgenommen und verstanden zu werden.
Wenn Sie sich als Nutzer registrieren, können Sie hier online Ansichtsexemplare beim Verlag anfordern.
Vertrieb:
Bismarckstr. 36
50672 Köln
Telefon: 0221 - 48 53 86
Telefax: 0221 - 51 54 02
versand@hsverlag.com
www.hsverlag.com
Mitglied im VDB
Verlagsportrait auf theatertexte.de
Bezugsbedingungen des Verlags