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Nedrejord, Kathrine

Verbrecher und Strafe
(Forbryter og straff)

Sprechtheater
Monolog, Schauspiel

Übersetzer:in(nen): Pluschkat, Stefan

Originalsprache: Norwegisch
Besetzung: 1D (1 Darst.)

Zusatzinformation: In einer Dramatisierung von Tora von Platen
Bstnr/Signatur: 3165
Rechtevertretung: Drei Masken Verlag

Frei zur DSE

In TTX seit: 30.04.2026

„Ich habe beschlossen, von ihm zu erzählen.“ So beginnt das Theaterstück VERBRECHER UND STRAFE der aus Norwegen stammenden Autorin Kathrine Nedrejord.
Was folgt, ist die emotionale und dennoch hoch reflektierte Schilderung einer Frau, die nach einer Vergewaltigung mit dieser traumatischen Erfahrung, aber auch der gesellschaftlichen Stigmatisierung ringen muss.
Sie stellt sich Fragen nach der eignen Identität, unterscheidet zwischen einem SIE vor der Vergewaltigung und einem ICH danach; sie fragt nach der Zuverlässigkeit der eigenen Wahrnehmung und sucht nach Möglichkeiten zur Verarbeitung des Traumas. Kann man nach einer solchen Gewalterfahrung noch der gleiche Mensch sein wie davor? Wie lässt sich die Macht über das eigene Selbst, das so tief verwundet wurde, wieder zurückgewinnen? Die Frau schildert die Angst, die sie seit jener Nacht nicht loslässt, und das Gefühl der Unfreiheit, das sie seither in sich trägt. Wie kann man wieder im Leben Fuß fassen, wenn die Umwelt es einem so schwer macht?
Sie berichtet aber auch von dem Versuch eine neues Leben mit ihrem Partner aufzubauen.
Die Autorin erzählt von negativen Erfahrungen, die diese junge Frau mit den ermittelnden Polizeibeamten macht, von demütigenden medizinischen Untersuchungen, der Faszination der Gesellschaft, der Kunst an sexualisierter Gewalt gegen Frauen und von der Auseinandersetzung mit dem Täter, dem Verbrecher, dem sie sich ein zweites Mal stellen muss, als es zum Prozess kommt.
Was klingt wie das Drehbuch zu einem Krimi, ist bei Kathrine Nedrejord eine vielschichtige und sehr poetische Analyse von Tat, Opfer und Täter. Schonungslos, bewegend, aufrüttelnd!

„Die Erinnerung rührt sich nicht vom Fleck. Sie hat ihren festen Platz.“

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