humanoid
Musiktheater
Oper
Werkangaben: Science-Fiction-Thriller. Libretto von Pamela Dürr
Besetzung:
3D,
3H
Besetzungshinweis: Jonah, Programmierer – Tenor
Vivienne, seine Exfreundin – Mezzosopran
Alma, Androidin – Sopran
Juri, Android – Bariton
Piet, Jonahs bester Freund – Bariton
Das Kind – Countertenor (oder Mezzosopran)
Instrumentierung: 1.1.1.1-1.1.0.0-Sch(2)-Klav-Streicher(1.1.1.1.1 oder chorisch)
Bstnr/Signatur: 1721
Rechtevertretung: Boosey & Hawkes Bote & Bock
Dauer: 70 min
Aufführungsgeschichte:
Entstehung: 2018
Uraufführung: 21.02.2019, Winterthur · Konzert Theater Bern · Musikkollegium Winterthur · Corula Däuper, Regie ·Sebastian Schwab, Leitung
In TTX seit: 22.07.2026
Sein Freund Piet versorgt Jonah regelmäßig mit Material vom Schwarzmarkt für den Androidenbau. Das liebevolle Verhalten Jonahs gegenüber Alma ist Piet suspekt. Im Atelier erscheint überraschend Vivienne, die doch eigentlich tot ist ... Der entsetzte Piet begreift, dass der verzweifelte Jonah seine einstige Partnerin als Androidin wiedererschaffen wollte. Aber in der ersten, unzureichenden Kopie hatte er Vivienne nicht wiedergefunden. Die Vivienne-Androidin ist fassungslos, erinnert sie sich doch an ihre gemeinsame Zeit mit Jonah. Es ist jedoch nur ein Retortengedächtnis, für sie von Jonah programmiert. Die Androidin tobt, Jonah zerstört sie.
Das Kind hat Alma heimlich geholfen, ihre Erinnerungen auf Juris interne Festplatte zu sichern. Juri reagiert verwirrt auf die neuen Daten. Schließlich mutiert er zum Killerroboter und bedroht Alma. Jonah bringt einen HM-X1-Datenschredder zum Einsatz, der auf Knopfdruck jegliche künstliche Intelligenz im Umkreis von fünfzig Metern zerstört. Doch vor Vollendung des Vernichtungswerks wird Jonah selbst von seinen Androiden getötet – den „Destroy“-Befehl dazu hat Piet ausgelöst. Gemeinsam mit dem Kind verlassen Alma und Juri die Werkstatt. Piet zweifelt an seinem Verstand: Vielleicht ist er selbst nur eine humanoide Maschine?
Hintergrund
humanoid wendet sich an Publikum zwischen 14 und 21 Jahren. Der Fokus der Kammeroper: die Beziehung zwischen Mensch und Maschine, das Abtauchen und Sich-Verlieren in digitalen Welten. Die Schweizer Autorin Pamela Dürr schuf einen Thriller, der die Grenzen zwischen künstlicher Intelligenz und menschlicher Emotion verschwimmen lässt.
„Trotz der thriller-ähnlichen Geschichte“, so Leonard Evers, „berührt das Stück grundlegende philosophische Fragen über menschliche Beziehungen und die Möglichkeit, Verantwortung für das Leben zu übernehmen.“ Die Musik zu humanoid spürt den SciFi-Strategien des Plots nach, setzt aber auch auf Emotionen, wobei sie gerade keine Elektronik einsetzt, sondern sich auf akustische Instrumente beschränkt.
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