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Köck, Thomas

algo pasó (la última obra)

Sprechtheater
Schauspiel

Besetzungshinweis: Besetzung variabel

Zusatzinformation: Ein Auftragswerk für das Staatstheater Stuttgart und eine Koproduktion mit Cultura UNAM y Teatro UNAM, Théâtre National du Luxembourg und dem Goethe-Institut Mexiko

Aufführungsgeschichte:
UA: Staatstheater Stuttgart
23.10.2021
Regie: Thomas Köck

In TTX seit: 01.11.2021

Warum verschwindet etwas? Wann verschwindet etwas? Und wohin verschwindet es? Warum verschwinden Menschen? Welche Spuren hinterlassen Menschen, die verschwinden, welche Spuren hinterlassen ganze Zivilisationen, die verschwinden, und wie soll man die lesen, entziffern und wozu? Können Archive das Verschwinden aufhalten? Könnte es ein Archiv geben, das auch Flüchtiges, Ungesagtes und noch nicht Geschehenes birgt? Was wäre das für ein Archiv, und wer könnte darüber entscheiden, was dieses Archiv speichert?
Gerade in den Ländern Mittel- und Südamerikas hat der Begriff des Verschwindens noch ganz andere politische Dimensionen. Unter dem Begriff »los desaparecidos« (die Verschwundenen) versteht man dort Menschen, die von staatlichen oder quasistaatlichen Sicherheitskräften heimlich verhaftet oder entführt und anschließend gefoltert oder ermordet wurden. Ganz zu schweigen von deutschen Waffen, die in Mexiko in Bundesstaaten verschwinden, in die sie nie hätten gelangen dürfen, und dort am Verschwinden von Menschen beteiligt sind.

Thomas Köck war zusammen mit einem kleinen Team in Mexiko auf Recherchereise, um dem Verschwinden auf die Spur zu kommen. Entstanden ist ein Text, dem es nicht um das Wiederfinden oder Aufklären konkreter Geschichten oder Einzelschicksale geht, sondern um eine Ästhetik des Verschwindens selbst. Das spiegelt sich auch im Erzählverfahren wider, in dem ein europäisches Filmteam durch Mexiko irrt und mit dem unvermittelten Auf- und Abtauchen von Motiven, Zeug:innen und Infogeistern konfrontiert wird.

algo pasó ist eine Zusammenarbeit des mexikanischen Theaterkollektivs Bola de Carne und den europäischen Theatermacher:innen Thomas Köck, Anna Laner und Andreas Spechtl.

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