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Labiche, Eugène

Ein Florentinerhut
(Un chapeau de paille d'Italie)
von Eugène Labiche / Aus dem Französischen von Andrea Clemen

Sprechtheater
Komödie

Übersetzer: Clemen, Andrea

Originalsprache: Französisch
Besetzung: 6D, 9H

Bstnr/Signatur: 338

Aufführungsgeschichte:
UA der Übersetzung: Staatliche Schauspielbühnen Berlin, 25. 11. 1989. R: Harald Clemen

In TTX seit: 12.11.2012

Fadinard, ein junger Lebemann, der sich zur Heirat mit der Tochter eines Blumenzüchters entschlossen hat, gerät just an seinem Hochzeitstag in immer unauflöslichere Verwicklungen. Fadinards Kutschpferd hat am Morgen im Bois de Vincennes den Florentinerhut einer Dame zerfressen, die dies mit gutem Grund vor ihrem Ehemann verheimlichen will. Während eines Stelldicheins mit ihrem Liebhaber hatte sie die störende Kopfbedeckung an einen Ast gehängt. Die Dame und ihr Kavalier, ein jähzorniger Offizier, fordern vom Besitzer des gefräßigen Pferdes Entschädigung und weigern sich, das Haus des Bräutigams ohne Ersatz für das corpus delicti zu verlassen. Inzwischen sind die Hochzeitsgäste angekommen und begehren Einlass. Unerbittlich heften sie sich an Fadinards Fersen und folgen ihm bei einer turbulenten Jagd durch ganz Paris, ohne von den Hintergründen der Aktion auch nur das Geringste zu ahnen: ein Hutgeschäft, dessen Besitzerin ausgerechnet eine ehemalige Geliebte des Bräutigams ist, wird von den Verwandten der Braut für das Standesamt gehalten; das Haus einer Baronin, in dem man Fadinard irrtümlicherweise als berühmten Tenor festhält, wird von der Hochzeitsgesellschaft mit einem Restaurant verwechselt.
Ausgerechnet dem betrogenen Ehemann erzählt Fadinard seine Geschichte und tut damit, was er doch unter allen Umständen vermeiden wollte. Aber das ist nicht das Ende der Komödie, in der es gar nicht um die Auflösung von Verwicklungen, sondern um die Vertuschung der Wahrheit geht. Ein Florentinerhut, der sich unter den Geschenken der Braut befindet, genügt dem betrogenen Gatten der Seitenspringerin schließlich als Beweis für ihre Unschuld.
Jede der agierenden Personen verfolgt so konsequent ihr Ziel, dass daraus eine ebenso logische wie absurde Handlung entsteht. Die Figuren Labiches gleichen "Puppen, die er über Abgründe tanzen lässt, um sich dann über ihre Grimassen zu amüsieren".

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