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Rölz, Esther

hide & seek

Sprechtheater
Jugend
ab 13 Jahren

Besetzung: 3D, 2H

Bstnr/Signatur: 1317

Aufführungsgeschichte:
UA: 01.05.11, Junges Staatstheater Wiesbaden; R: S. Schletter
04.05.12, Heidelberger Stückemarkt

In TTX seit: 20.11.2009

Pause für Pause sucht Paula, 13, Zuflucht an dem „einsamsten Ort der Schule“, der Mädchentoilette im obersten Stockwerk. Während ihre Freundin Vanessa, 14, sich vor dem Spiegel schminkt oder auf dem Gang mit dem coolen Luca flirtet, versucht Paula verzweifelt in einer unter der Fensterbank versteckten Schachtel ihre Kindheit zu bewahren und mit Hilfe von Sammeltieren das Vergangene aber auch das ihr immer stärker zu entgleitende Gegenwärtige am Leben zu halten. Von der Welt ihrer allesamt in die Pubertät geratenen Mitschüler bekommt Paula, hinter den Trennwänden der Toiletten sitzend oder durch die Kabinentüren spähend, die geheimen Seiten mit: So entdeckt sie, dass Luca eigentlich der Sohn der singenden Putzfrau ist, was er verheimlicht, weil diese Mutter so gar nicht in sein Image passen will. Und sie belauscht, wie er plant, Drogen unter ihrer Fensterbank mit ihrer Schachtel zu verstecken. Dieser Plan ruft in Paula dunkle Erinnerungen wach. Aus Angst vor dem Verlust ihrer einzigen Freundin erpresst sie daraufhin Luca, damit dieser Vanessa verlässt. Doch letzten Endes ist es immer wieder sie selbst, die alleine zurück bleibt, während Vanessa schon wieder auf dem Weg zum nächsten Typen ist. Immer stärker findet sie in der singenden Putzfrau, die wie Paula isoliert von der Außenwelt scheint, eine Vertrauensperson. Unerwartet spielt auch deren Sohn bald wieder eine wichtige Rolle für Paula. Luca findet ihre Schachtel unter der Fensterbank – und damit auch das Foto ihres älteren Bruders neben einer Todesanzeige ...

„Rölz schraubt an der Eskalationsspirale, ohne alle Geheimnisse restlos aufzuklären. Ob sich Paulas Bruder aus Eifersucht umgebracht hat oder leichtsinnig vom Balkon stürzte darf in der Schwebe bleiben. Bei aller Heftigkeit der Auseinandersetzungen gelingt ihr ein stets warmer, heiterer dramatischer Stil.“ (Main-Echo, 05.05.11)

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