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Köck, Thomas

kudlich in amerika oder who owns history
ein carbondemokratischer spaghetti western. teil zwei der kronlandsaga

Sprechtheater
Schauspiel

Besetzungshinweis: eine Handvoll Tumbleweed und hie und da 1 Chor, Besetzung variabel

Aufführungsgeschichte:
UA: Schauspielhaus Wien
11.01.2020
Regie: Elsa-Sophie Jach und Thomas Köck

In TTX seit: 09.01.2020

»Es muss in etwa um das Jahr zweitausendachtzehnhunderteinundsechzig gewesen sein. In Nordamerika tobt ein heftiger Bürgerkrieg zwischen Nord und Süd, die ehemals Vereinigten Staaten sind tief gespalten in der Sklavereifrage, in der Waffenfrage, in der Klimafrage, in der Russlandfrage, in der Globalisierungsfrage, in der Frauenfrage, in der Repräsentationsfrage, in der Iranfrage, in der Chinafrage, in der Präsidentschaftsfrage, in der Medienfrage, in der Neoliberalismusfrage, in der Social-Media-Frage, in der Nazifrage. Inmitten all dieses posthistorischen Trubels taucht die Figur auf, die das post in posthistorisch gepackt hat – der österreichische Bauernbefreier Hans Kudlich, der nach seiner Flucht aus Österreich über die Schweiz und Frankreich ins amerikanische Exil gekommen ist, wo er nun auf Seiten der Abolitionisten in Amerika gegen die Sklaverei über die Schlachtfelder gen Westen zieht, immer weiter, bis er irgendwann falsch abbiegt und in Marfa, Texas, landet, auf dem Filmset von Giant, Moment, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Edna Ferber, Moment, dem letzten Film von James Dean, Moment, mit Elizabeth Taylor, Carroll Baker, Moment, Moment, Moment, wo sind wir hier jetzt eigentlich, und wann und wer?« (eine Handvoll Tumbleweed und hie und da 1 Chor, Besetzung variabel) (Thomas Köck)

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