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Jelinek, Elfriede

Das schweigende Mädchen

Sprechtheater
Schauspiel

Besetzungshinweis: Besetzung variabel

Aufführungsgeschichte:
U: 27.09.2014 Münchner Kammerspiele (Regie: Johan Simons)

In TTX seit: 10.11.2014

Wir alle waren dabei, wir alle haben nichts gesehen – wie jener V-Mann der rechten Szene, der in Kassel ein Internetcafé verlässt, kurz nachdem dessen türkischstämmiger Besitzer kaltblütig erschossen wurde. Mit diesem besonders blinden Zeugen beginnt Elfriede Jelinek ihr Stück über den NSU-Prozess, der sich rasch zu einem Tribunal biblischen Ausmaßes weitet. In seinem Zentrum: eine Leerstelle, die Hauptangeklagte, die als letzte Über­lebende eines Trio infernal zu den Geschehnissen beharrlich schweigt. Von den anderen wird die junge Frau schon bald als Jungfrau wahrgenommen, die gleich zwei «Erlöser» in die Welt setzte, um ihre Heimat vom Fremden zu befreien. Wütend, rat- und fassungslos treten Engel und Propheten, Richter und sogar Gott persönlich auf, um eine Geschichte zu befragen, die nicht erst begann, als drei Neonazis in den Untergrund abtauchten und danach zehn Menschen töteten. Ihre Wurzeln reichen weit in die Vergangenheit zurück und werden wohl auch in Zukunft weiter wuchern.

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