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Thorpe, Chris

Status

Sprechtheater
Monolog, Schauspiel

Übersetzer: Katharina Schmitt

Besetzungshinweis: 1 Darsteller_in

Dauer: abendfüllend

Aufführungsgeschichte:
U: 01.08.2018 Summerhall, Edinburgh, als Teil des Edinburgh Fringe Festivals als Koproduktion von China Plate und Staatstheater Mainz (Regie: Rachel Chavkin)
DSE: 24.11.2018 Staatstheater Mainz (Regie: Jana Vetten)

In TTX seit: 29.10.2019

«Heimat» und «Nation» – wenige Begriffe rufen so heftige und widersprüchliche Assoziationen hervor, wenige sind so belastet und werden doch immer wieder zur Beschwörung einer Einheit genutzt. Unsere Nationalität entscheidet, wohin wir reisen können und wie wir dort behandelt werden, sie kann lebensrettend oder tödlich sein. Weißer Europäer zu sein bedeutet im Roulette der Staatsangehörigkeiten fast einen Hauptgewinn. Aber was, wenn man die Marschrichtung des eigenen Staates zutiefst ablehnt? Am Morgen nach der Brexit-Abstimmung beschließt Thorpes Protagonist Chris, seine Nationalität hinter sich zu lassen, und begibt sich auf der Flucht vor sich selbst auf einen halluzinatorischen Roadtrip um die Welt. Doch ob im Gespräch über künstliche Grenzen und Landnahme im Navaho-Reservat von Arizona, einer surrealen Begegnung mit einer Kojotin, die behauptet, als Mädchen aus der DDR geflohen zu sein, oder im supranationalen Raubtierkapitalismus von Singapur – sein Britischsein lässt sich nicht ab - legen. Und so gerät Chris’ Flucht letztlich zu einer schmerzhaften und komplexen Auseinandersetzung mit den Bedingungen unserer eigenen Identität.
Status ist «weniger ein Stück über den Brexit als eine durch ihn ausgelöste Reflexion über tieferliegende beziehungsweise wieder freigelegte patriotischnationalistische Gefühlsregionen. Und behandelt damit, entgegen dem ersten Anschein, ein Thema, das auch uns Deutsche sehr unmittelbar betrifft.» (Frankfurter Allgemeine Zeitung) «Ein suchendes, wunderbar geschriebenes Stück voller fragiler Erkenntnisse zu Nation und Privileg.» (The Stage) «Seine magisch-realistischen Wendungen verleihen dem Stück den eigenartigen Sog eines Murakami-Romans, ein dichtes und anregendes Kreuzfeuer von Gedanken über eine Welt in Bewegung und unseren Ort darin.» (The Guardian)

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