Am frühen Morgen des 27. März 1939, noch vor Sonnenaufgang, schleppt eine fast siebzigjährige Frau im verschlissenen Wintermantel mühsam ihre Habseligkeiten zu einer Parkbank, lässt sich darauf nieder, schöpft Atem. Eine Dichterin nimmt Abschied: Es ist Else Lasker-Schülers letzter Tag im Züricher Exil, wieder einmal wird sie verscheucht – „Sechs Jahre auf Achse! Die Tippelschwester von der Wupper!“ – und diesmal ist es für immer. Auf Druck der Behörden macht sich die 1933 aus Nazideutschland Geflohene noch einmal auf die Reise nach Israel, um die Voraussetzung für einen neuerlichen Asylantrag zu erfüllen. Indes, der Kriegsausbruch wird ihre Rückkehr nach Zürich verhindern. Else Lasker-Schüler wird bis zu ihrem Tod am 17. Januar 1945 in Jerusalem bleiben.
Auf dem Theater werden Else Lasker-Schülers letzte Stunden in Zürich zu einem bewegenden Rückblick auf ihr Leben: Kindheit im Elberfeld der Gründerzeit, dann die von Aufbruchstimmung beseelten Jahre in der Berliner Bohème der Jahrhundertwende, zuletzt die ambivalenten Erfahrungen im Züricher Exil. Erinnert werden Begegnungen, Freunde und Geliebte von Peter Hille über Franz Marc bis Gottfried Benn. Mit dem früh verstorbenen Sohn Paul hält die Dichterin Zwiesprache und König David lädt zur Audienz. Wenn Else Lasker-Schüler am Ende das Gepäck wieder aufnimmt und geht, steht die Frühlingssonne am Himmel und ihre schönste Gedichte und Bilder schmücken die Zweige der vormals kahlen jungen Birke im Park.
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