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Kleidheu, Fink

Ergonom, Der
fear of democracy

Sprechtheater
Tragikomödie

Dekorationshinweis: Simultan
Besetzung: 3D, 4H
Besetzungshinweis: Chor

Dauer: abendfüllend

In TTX seit: 28.11.2022

Fink Kleidheu hinterfragt in seiner aktuellen Tragikomödie mit Chor die katastrophalen Auswirkungen des Klimawandels auf eine demokratische Ortsgemeinschaft und das daraus resultierende Negieren von moralischen Standards im Krisenmanagement. Er beschreibt Abhängigkeiten von globalen kapitalistischen Machtstrukturen und unbeholfene Versuche, sich dagegen aufzulehnen.

Melkie mit seinem Geld ist sehr willkommen in dem kleinen Ort Grotten. Erst unlängst kam es dort zu einer Überflutungskatastophe ausgelöst durch den Klimawandel, aber irgendwie war auch Gift in die Abwässer gekommen.

Melkie spendiert einen Kletterpark für die Kinder. Die Ausläufer dessen ragen in ein Naturschutzgebiet und Flächen müssen für den Parkplatz versiegelt werden. Als Reaktion auf wütende Proteste spendet er – steuerlich absetzbar – einen sechsstelligen Betrag an eine Baumschule in Brasilien.

Währenddessen finden Untersuchungen zum Unglück der Überflutung statt, die bescheinigen, dass es Unregelmäßigkeiten im Plastikwerk am Rande der Stadt gegeben habe. Der Hochwasserschutz wurde aus Kostengründen vernachlässigt. Ins Wasser gerieten so „Ewigkeitschemikalien“, die die Umwelt niemals abbaut. Bürgermeister Steiner will aus China einen Wirkstoff erwerben, der diese Chemikalie neutralisieren soll.

Britta kennt Melkie von früher, da war er noch Denunziant und hat sie mit seinen Anschuldigungen ins Gefängnis gebracht.

Es kommt zu Lieferschwierigkeiten des chinesischen Rettungsankers. Steiner hat Angst, dass man ihm draufkommt, dass Gift im Fluss ist. Er bittet Mielke ihm zu helfen, der hat Kontakte zu allen korrupten Staaten. Im Gegenzug dazu darf seine Frau Anjuscha beim nächsten Stadtfest singen.

Melkies Nachbarin, die junge Lene, findet heraus, dass es Hinweise zu sexuellen Übergriffen Melkies gibt.

Während des Festes zu St. Johannis stürzt ein fünfjähriger Junge in den Bach, ein Steg ist zusammengebrochen, als das Kind drübergelaufen ist. Schlechte Qualität eben. Den Zuschlag – selbstverständlich nach einer Ausschreibung – hatte ein Kumpel von Melkie für den Bau des Kletterparks bekommen, weil er das günstigste Angebot legte.

„Melkies Anwälte brachten es fertig, den Tod des Kindes einzig auf die im Wasser befindliche Substanz zu schieben … mehrere unabhängige Gutachter bekamen viel Geld für entsprechende Aussagen.“ Einen Tag vor dem Unglück wurde die chinesische Substanz in den Fluss geleitet. Tage später findet man die Leiche des Bürgermeisters Steiner beim Forellenteich.

Melkie lebt nun in einer Villa am Zürichsee.

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