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Labiche, Eugène

Die beiden Schüchternen
(Les deux timides)

Sprechtheater
Einakter, Komödie

Übersetzer: Rainer Kohlmayer

Werkangaben: Vaudeville-Komödie in einem Akt
Dekorationshinweis: 1 Dekoration
Besetzung: 2D, 3H

Bstnr/Signatur: 1019

In TTX seit: 23.04.2021

Monsieur Thibaudier ist ein schüchterner Rentner, der sein Leben lang in einem Büro ohne Kontakte gearbeitet hatte. Er ist Fremden gegenüber wehr- und hilflos wie ein Kind. So ließ er sich von dem recht forschen Garadoux überreden, ihn als Heiratskandidaten für seine Tochter Cécile zu akzeptieren und nahm ihn sogar in sein Haus auf, wo Garadoux sich ziemlich breitmacht. Die Handlung spielt an dem Tag, an dem die Heirat im Rathaus angekündigt werden soll.
Die 18jährige Cécile hat aber ihren eigenen Kopf und weiß geschickt, die Fäden zu ziehen. Sie möchte lieber den jungen Advokaten Frémissin zum Mann, den sie beim Geburtstagsfest ihrer Patentante kennenlernte. Aus seinem zerstreut-tollpatschigen Verhalten dort schloss sie, dass er in sie verliebt sein müsse, was auch stimmt. Als Frémissin endlich erscheint, um tatsächlich um ihre Hand anzuhalten, offenbart es sich, dass er ebenso schüchtern ist wie der Schwiegervater in spe. Daraus ergibt sich eine Reihe von komischen Missverständnissen, die schlimmer werden, als die beiden Schüchternen sich gegenseitig nur noch Briefe schreiben, wobei die Kaminuhr als Briefkasten dient.
Cécile manipuliert ihren weichherzigen Vater und ihren lieben Jules Frémissin zwar nach Kräften, aber alles scheint verloren, als eine glückliche Entdeckung in letzter Sekunde die Wende zum happy end ermöglicht. Garadoux wird als genau jener erste Klient Frémissins erkannt, von dem dieser vorher Cécile berichtet hatte. Garadoux kam vor Gericht, weil er seine Frau mit einem Stock geschlagen hatte; Frémissin hatte widerwillig seine Verteidigung übernommen, doch vor Gericht versagte dem Schüchternen plötzlich die Stimme, und statt eines Plädoyers empfahl er für den brutalen Ehemann die ganze Strenge des Gesetzes; Garadoux kam ins Gefängnis, ohne Bewährung.
Durch diese Vergangenheit ist Garadoux als Bewerber natürlich disqualifiziert und wird von Thibaudier hinausgeworfen. Und als Thibaudier und Frémissin von Cécile erfahren, der jeweils andere sei schüchterner als er selbst, ist der Bann der Schüchternheit gebrochen: Der Heiratsantrag und die Zustimmung finden jetzt lautstark und aggressiv zwischen zwei auf komische Art enthemmten Alpha-Männchen statt.
Das Stück wird in Frankreich oft gespielt, meist in prominenter Besetzung, da die beiden „schüchternen“ Hauptrollen ein gefundenes Fressen für starke Schauspieler sind und unendliche Körperkomik ermöglichen.
Das Stück ist gespickt mit sieben kabarettistischen Liedern und verspricht 60 Minuten schwungvoller Unterhaltung mit kryptofeministischer Botschaft.

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