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Margulies, Donald

Zeitstillstand
(Time Stands Still)

Sprechtheater
Schauspiel

Übersetzer: Samland, Bernd

Werkangaben: Stück in 2 Akten
Dekorationshinweis: 1 Dekoration
Besetzung: 2D, 2H

Bstnr/Signatur: 768

In TTX seit: 27.01.2010

Die amerikanische Fotojournalistin Sarah Goodwin kehrt schwerverletzt von ihrem Einsatz in einem Krisen-, ja Kriegsgebiet im Nahen Osten nach New York zurück. Ihr Freund und Lebensgefährte James Dodd, selbst Freier Auslandsreporter, bringt sie, die an Krücken geht, hinauf in ihre gemeinsame Wohnung. James hatte das Loft Hals über Kopf verlassen, um Sarah aus einem amerikanischen Militärkrankenhaus in Deutschland, wo sie im künstlichen Koma lag, nach Hause zu holen. Mit Wasser aus der Leitung und Scotch stoßen sie an auf die bevorstehenden Arzttermine und die gemeinsame Genesung. Denn James muss zur Psychotherapie. Als Zeuge eines blutigen Angriffs hatte er einen Schock erlitten und war vor Wochen aus dem Krisengebiet nach Hause zurückgekehrt.
Wenige Tage später erhalten die Beiden Besuch von Sarahs Redakteur und gutem alten Freund Richard Ehrlich, einem Mittfünfziger, der aber nicht allein kommt. Er bringt seine 25jährige neue Freundin Mandy Bloom mit, sehr zur Überraschung von James und Sarah. Mandy ist Event-Planerin, und so stößt die Schicki-Micki-Eventkultur aufs juste milieu der von der eigenen Wichtigkeit überzeugten linksliberalen Intelligenz. Aber in Mandy steckt mehr als das kleine Dummchen. Denn sie stellt die beunruhigende Frage nach der Rolle und dem Selbstverständnis der Fotografin, die das Elend festhält, aber als Zeugin der Katastrophen nicht helfend eingreift. Und später wird Sarah bekennen: "Ich lebe vom Leiden Fremder."

"Zeitstillstand" zeigt, wie sich die sogenannte Erste Welt ihr Bild von der inzwischen nicht mehr so genannten "Dritten Welt" macht. Der Titel bezieht sich auf das, was Sarah, wie sie sagt, beim Fotografieren sieht: "Wenn ich durch das kleine Rechteck sehe... Bleibt... Die Zeit... Stehen." Es ist aber auch ein Stück über Journalismus und Markt, kann doch James seinen Artikel über Flüchtlinge im Nahen Osten nicht in Richards Zeitschrift unterbringen, weil da schon was über Katastrophenhelfer in Afrika reinkommt. Wieviel Elend ist dem Abendland zuzumuten. Und was macht es aus den Berichterstattern.
Donald Margulies gelingt ein denkanregendes, witzig-pointiertes Stück jenseits aller Schlagzeilendramatik.

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