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Studlar, Bernhard

Lohn der Nacht

Sprechtheater
Schauspiel

Besetzung: 3D, 4H
Besetzungshinweis: Doppelbesetzung

Bstnr/Signatur: 9074

Aufführungsgeschichte:
UA: 05.08.2021, Bregenzer Festspiele, R: Jana Vetten

In TTX seit: 31.03.2021

"Wir treffen uns in den Zwischenräumen, dort, wo keiner von uns hingehört, schütten wir unsere Herzen aus."
 Mitten drin zwischen allem, was eine schöne europäische Stadt ausmacht, steht im nächtlichen Neonlicht der „Ankerplatz der verwundeten Herzen“: Carlas Würstelstand. Fettig, vertraut, profan. Hier trinkt sich der Mäzen Mut an, um der angebeteten Operndiva die Würde abzukaufen. Hier trifft Biljana, Kindermädchen der vor Lampenfieber vergehenden Diva, auf ihren einstigen Schulfreund Mirko. Er hat es geschafft. Ein Fußballprofi, der sich freikaufen konnte, nachdem er eine Frau totgefahren hat. Einer, der Autogramme verteilt und seinen neuen Wagen einem Streifenpolizisten überlässt, damit der auch einmal fühlen kann, wie sich so eine Karre unterm Oasch anfühlt. Den Mann auf dem Brückengeländer, der, der den Tod seiner Frau nicht verwinden kann, wird er später treffen. Es muss so kommen, wie es kommt in dieser Nacht und ist doch blanke Überraschung. 
Carla denkt nach über das Leben und die Linien, die sich vor ihrem Imbiss kreuzen. Nachtschwärmer, Hoffnungslose, Träumer, sie alle sind Takte einer melancholischen Großstadtsinfonie. Einigen wird diese Nacht das Herz brechen. Andere werden am offenen Herzen operiert. Und manche spüren ihres schon nicht mehr.
Nach den Stücken „Die Ermüdeten“ und „Nacht ohne Sterne“ erzählt auch „Lohn der Nacht“ von einigen von uns. Von unseren fragilen Leben in einer einzigen unwiderbringlichen Nacht.
 
Bernhard Studlar gewann mit dem Stück den Autor*innen_preis 2020 der österreichischen Theaterallianz. "Lohn der Nacht" wird vom Theater KOSMOS in Koproduktion mit den Bregenzer Festspielen im Sommer 2021 uraufgeführt. Ab September 2021 ist es außerhalb Österreichs nachspielbar.

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