<
Kohlhaase, Wolfgang/Mitautorin: Rita Zimmer

Fisch zu viert

Sprechtheater
Komödie

Werkangaben: Moritatsachenbericht
Besetzung: 3D, 1H

Aufführungsgeschichte:
UA 1970, Dresden

In TTX seit: 27.03.2001

Tatort: Ein märkisches Landhaus im Jahre 1838. Jahr für Jahr verbringen die Brauerei-Erbinnen Charlotte, Cäcilie und Clementine zusammen mit ihrem Diener Rudolf dort den Sommer. Fast 30 Jahre ist Rudolf den Schwestern stets zu Diensten. Mit jeder von ihnen hat er zärtliche Stunden verbracht - freilich ohne das Wissen der jeweils anderen - und jede von ihnen hatte versprochen, ihn im Testament zu bedenken. Als er nun vorzeitig um Auszahlung bittet, will keine der Schwestern mehr von ihrem Versprechen wissen, was Rudolf zur Drohung veranlasst, sein Geheimnis auszuplaudern. Keine gute Idee, finden die Schwestern und bringen Arsen und manipulierte Blitzableiter ins Spiel...
FISCH ZU VIERT ist eine der erfolgreichsten Kriminalkomödien der letzten Jahrzehnte und hat auch 40 Jahre nach seiner Entstehung nichts an Tempo, Sprachwitz und Komik verloren!

"Am Ende sind sie alle tot. Und schuld daran war im Grunde nicht das Arsen im Likör, auch nicht das verdorbene Innere des aufgetischten Gammelfisches, sondern ein Gift, das den menschlichen Organismus sehr viel wirkungsvoller auffrisst als Zyankali und Blausäure zusammen: die Gier. In der galligen Salonkomödie FISCH ZU VIERT (...) mündet ein silvesterkoödiantisches Dinner für vier Menschen in der Katastrophe, weil ums liebe Geld gestritten wird. Fraglos ein immergrünes Thema, wobei Kohlhaase und Zimmer ein Setting des 19. Jahrhunderts gewählt haben, um das prekäre Verhältnis zwischen den Ständen mit größerer Fallhöhe und erleseneren Manieren aufarbeiten zu können. (...) FISCH ZU VIERT ist im Grunde eine Mischung aus Brecht und Kesselring, eine Arsen- und Spitzenhöschen-Frivolität aus der Welt von Herr und Knecht, Sozial-Slapstick inklusive. Was tadellos aufgeht. Der große DEFA-Autor Kohlhaase, Schöpfer von Geschichten wie "Berlin-Ecke Schönhauser' und ja auch heute noch erfogreich mit Drehbühcern wie 'Sommer vorm Balkon', und seine Koautorin, die Hörspieldichterin Rita Zimmer ('Der schöne Hubert'), sie beweisen in diesen Komödienklassiker ein tolles Gespür für Boulevard-Rasanz mit Falltür in Richtung des gesellschaftlichen Leichenkellers." (DER TAGESSPIEGEL, 14. März 2009)

"Drei ältliche Schwestern, ein in jeder Hinsicht treusorgender Diener, eine veritable Erbschaft und ein Fischgericht - das sind die Zutaten zu einem der erfolgreichsten deutschen Boulevardstücke. (...) Ausgedacht haben sich die schwarzhumorige Posse, die in der biederen Mark Brandenburg zu Preußens Zeiten spielt, Rita Zimmer und Wolfgang Kohlhaase. Letzterer hat als Drehbuchautor (etwa "Berlin - Ecke Schönhauser", "Ich war neunzehn", "Solo Sunny", "Die Stille nach dem Schuss") seine großen Erfolge überwiegend mit dramatischen Stoffen. Spätestens mit "Sommer vorm Balkon" hat der Ernst Lubitsch-Preisträger noch einmal gezeigt, wie gut er seine Dialoge auch mit Berliner Humor zu würzen weiß." (Berliner Zeitung, 19. März 2009)


"Dieser kleine, charmante Krimi weicht in seinem Plot von gängingen Klischees ab und weist, was den Schauplatz betrifft, sogar Originalität auf. Er spielt einmal nicht in London oder New York, sondern zu Preußens Zeiten in der biederen Mark Brandenburg. Das Stückchen ist makaber und dennoch zum Totlachen. Selten habe ich erlebt, dass ein Publikum eine ganze Vorstellung lang derart mit Wonne in sich hineingekichert hätte."
(Carla Rhode: SFB, 19.01.1993)

'Fisch zu viert' wurde seit seiner Uraufführung 1970 in Dresden auf unzähligen Boulevardbühnen international inszeniert und ist eine der erfolgreichsten deutschsprachigen Komödien der letzten Jahrzehnte.

Wenn Sie sich als Nutzer registrieren, können Sie hier online Ansichtsexemplare beim Verlag anfordern.


Vertrieb:

Drei Masken Verlag GmbH
Herzog-Heinrich-Str. 18
80336 München
Telefon: 0049.89.544 56 909 / 694 / 595
Telefax: 0049.89. 53 81 99 52
bestellen@dreimaskenverlag.de
www.dreimaskenverlag.de
Mitglied im VDB

Verlagsportrait auf theatertexte.de
Bezugsbedingungen des Verlags