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Birnbaum , Martin (Komponist:in)
Birnbaum , Martin (Autor:in)

Ein Münchner im Himmel– o`zapft in excelsis
Ein Mundartmusical in himmlischer Sphäre

Musiktheater
Freilicht, Komödie, mit Musik, Musical

Dekorationshinweis: Das Bühnenbild darf ohne großen Aufwand aber kreativ gestaltet sein, nach dem Motto „Theater ist Behauptung“. Umzüge und Umbauten können z.B. gerne auf offener Bühne stattfinden, so dass das Publikum diese sehen kann. Die Umzüge müssen auch nicht kompliziert sein. Es genügt ein kleines witziges Requisit, oder ein wechsel in den Gesten, im Gang und schon ist ein neue Figur behauptet. Gerade das macht das Stück lebendig.
Besetzung: 1D, 3H
Besetzungshinweis: Besetzung:

Damen/Anzahl: 1, Mehrfachbesetzung möglich
Besetzung Herren/Anzahl: 3, Mehrfachbesetzung möglich

Zusatzinformation: 4 Schauspieler/innen in 17 Rollen, „Ein Münchner im Himmel - o`zapft in excelsis“ ist ein temporeiches, turbulentes Stück mit Musik, bayerisch und modern zugleich ist. Das Stück, nach der Vorlage von Ludwig Thoma konzipiert, lebt von der Spielfreude der Schauspieler, die sich auf der Bühne richtig austoben dürfen. Mit einfachen Mitteln bezogen auf das Bühnenbild und die Kostüme, wird der Zuschauer mit viel Kreativität, Humor, eingängigen Melodien und einer Brise bayerischer Grantigkeit in himmlische Spähren entführt. Aufführungsorte können natürlich ein Theater sein, aber auch ein Bierzelt oder Open-Air im Biergarten, beispielsweise mit einem Frühschoppen verbunden, sind denkbar. Statt Krimi-Dinner lautet dann das Motto: „Himmi-Dinner“.
Bstnr/Signatur: ein-muenchner-im-himmel-ozapft-in-excelsis/
Dauer: 80 min

Frei zur UA

In TTX seit: 16.11.2022

Ein Mundartmusical in himmlischer Sphäre.

Alois Hingerl, Dienstmann Nr. 172 am Münchner Hauptbahnhof, macht es sich bei einer, bzw. zwei leckeren Maß Bier in seiner Stammkneipe an seinem Stammtisch bei seiner Wirtin Kathi gemütlich. Zusammen mit den Gästen trinkt und singt er ein „Vergelt`s Gott“, um dann am nächsten Tag gut gestärkt seinen Dienst am Hauptbahnhof München zu beginnen. Eine „Maß to go“ macht ihm den Nachhauseweg leichter.

Wie immer ist es am Münchner Hauptbahnhof sehr hektisch. Der Mitarbeiter am Infoschalter hat Schwierigkeiten, korrekt Englisch zu sprechen. Ein Passant sucht verzweifelt das Gleis, auf dem sein Zug nach Berlin abfahren soll. Eine Frau, mit einem „fürchterlichen Dialekt“ hat ihr Kind am Hauptbahnhof im Trubel aus den Augen verloren. Doch von alledem lässt sich Alois nicht aus der Ruhe bringen und er singt sein Lied vom Dienstmann Nr. 172, der versteht: „In der Ruhe liegt die Kraft.“ Als Alois endlich das Gleis 3 erreicht, wo er dringend erwartet, fällt er zu Boden und stirbt.

Zwei Erdenengel erscheinen und schleppen ihn, begleitet von Engelsgesang, in den Himmel, wo Alois vorm Himmelstor von Petrus begrüßt wird. Dieser gibt ihm einen neuen Namen: Engel Aloisius. Außerdem wird er mit der himmlischen Hausordnung vertraut gemacht: Diese kennt nur zwei Regeln. Leider sind dies nicht Essen und Trinken, wie es Alois vermutet, sondern Frohlocken und Hosianna singen. Das machen ihm Petrus und die Engel dann direkt vor. Außerdem gibt es im Himmel kein Bier, sondern ein himmlisches Manna. Wenn Petrus vom Manna singt, dann tut er das mit Ekstase. Schließlich darf Alois den Himmel betreten und wird mit seinem himmlischen Instrument, einer Harfe, allein gelassen. Er begegnet einem Rollerskaterengel, dem Alois sofort in den Allerwertesten tritt, dann pfeift er eine Wolke zu sich heran, auf der er Platz nimmt.

Auf der Wolke beginnt Alois, seine Situation zu überdenken. Er spielt schiefe Töne auf seiner Harfe, wird melancholisch, und dies befeuert seine bayerische, grantige Seele: Der „Münchner Grantler“ in ihm erwacht. In einem Lied fragt er sich: „Was waoß denn i? Bin i scho hi?“ Mit seiner missmutigen Laune vergrault Alois die Wolke, auf der er sitzt, und als ihm ein völlig vergeistigter Engel begegnet, der ihm keinen Schnupftabak anbieten kann, kommt Alois so richtig in Fahrt. Laut fluchend ist er im Himmel unterwegs.

Für den lieben Gott wird gerade von einem „Housekeepingengel“ das Bett gerichtet, damit Gott endlich auch mal zur Ruhe kommt. Kaum eingeschlafen wird Gott vom Geplärr des „Engel Aloisius“ geweckt. Sofort wird Alois zu Gott gebracht, der schnell erkennt, dass es sich um einen Münchner ihm Himmel handelt. Ein Münchner, der uneinsichtig ist. Unerschrocken klagt Alois dem lieben Gott sein Leid. Der „Housekeepingengel“ fragt sich, ob Alois in der Hölle nicht besser aufgehoben wäre. Aber nein, Gott weiß Rat, und hat ein Erbarmen mit Alois. Ein bis zweimal wöchentlich soll „Engel Aloisius“ nach München fliegen und der bayerischen Regierung göttliche Ratschläge überbringen. So sei es. Alle sind glücklich. Alois fliegt zurück nach München und singt seine Hymne auf die Stadt. Endlich darf er wieder in sein Wirtshaus eintreten und bei seiner Wirtin und den Gästen sein. Die allerdings sind sehr traurig, denn Alois ist seit Tagen nicht mehr da gewesen. Er wird vermisst. Als er sich bemerkbar macht, können Kathi und die anderen Gäste das Glück kaum fassen. Alois bestellt sich eine Maß und no oane und no oane und da sitzt er heute noch.

So wartet die bayerische Regierung bis heute vergebens auf die göttlichen Ratschläge.

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