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Bungert, Klauspeter

Guantanamo

Sprechtheater
Schauspiel

Dekorationshinweis: Bühnenbild/Inszenierung Büro Frau Dr. Adlers – Gartenausschnitt – Bühnenrampe – Gerichtssaal – Gartenausschnitt
Besetzung: 3D, 5H
Besetzungshinweis: Besetzung/Rollen/Charakter
– Frau Dr. Adler; von der Militärregierung eingesetzte Psychiaterin; versucht, nicht ohne ideologische Tendenz, die Untersuchungshäftlinge zu aufschlussreichen Aussagen zu bewegen.

Die Häftlinge:
– Katharina, 40; Politikerin der Partei für Elektromobilität und regenerative Energie;
– Tetscher, 67; deutsche Bundeskanzlerin a. D.;
– Knut, Ende 50; Medien-Gesundheitsexperte der abgesetzten deutschen Regierung; neurasthenischer Typ;
– Sascha, feister Vierziger mit großer Brille und hervortretenden großen Augen; deutscher Gesundheitsminister a. D.

Die Vertreter der Justiz:
– Vorsitzender Richter,
– Strafverteidiger
– ein Aufseher, der sich mit intelligenten Anmerkungen in die Gespräche mischt

Bstnr/Signatur: guantanamo/
Dauer: 120 min, abendfüllend

Frei zur UA

In TTX seit: 16.11.2022

Satirische Aufarbeitung der politischen Situation seit 2020. Der fiktionale Charakter erweist sich bereits dadurch, dass einige der porträtierten Politiker wieder in Amt und Würden stehen und nicht da, wo der Text sie hinversetzt. Die Vorbilder sind klar erkennbar, die Namen jedoch verändert und viele Einzelheiten frei erfunden.

Das Stück wirft Fragen auf nach der Labilität unsrer demokratischen Verfassung. Gibt es sie in Deutschland und analogen Staaten noch? Bildet sie noch einen realen Maßstab oder dient sie allenfalls noch als Attrappe? Sind Kultur und Zivilisation nur ein dünner Firnis über einer sich bei vergleichbar geringem Anlass zeigenden Fratze von irrationaler Angst und sozialer Verrohung? In welchem Grade sind Politiker einer jahrzehntelang desinformierten Gesellschaft Täter oder Opfer selbst? Wie leicht lässt sich eine verängstigte Gesellschaft manipulieren und in eine Psychose hineintreiben? Kommt sie wieder da heraus? Inwieweit sind politische Verbrechen justiziabel?

Im Hintergrund schwingt eine Erinnerung an die Nürnberger Prozesse mit. In Anbetracht der Nöte und Frustrationen nach dem März 2020 überrascht die Leichtigkeit des vorgelegten Textes.

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