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Vega, de la, Garcilasso Inka

Geschichte der Eroberung von Florida durch Hernando de Soto 1539-1543. Adaptions- / Stoffrechte für Film, Hörspiel, Bühne. Vorankündigung!
(La Florida del Ynca, historia del adelantado Hernando de Soto, escrita por el Ynca Garcilasso de la Vega. Lisboa 1605)
Ein historischer Jahrtausendroman über den Beginn des ersten Holocausts in der Geschichte der Menschheit.

Sprechtheater
Schauspiel

Übersetzer: Richelet, Pierre / Meier, Heinrich Ludewig
Bearbeiter: Scholz, Barbara / Rathgeber, Walter, Dr. phil.

Werkangaben: Aus der spanischen Sprache in die französische Sprache übersetzt von Pierre Richelet, erstmalig erschienen im Verlag Gervais Clovzier in Paris 1620 unter dem Titel "Histoire De La Floride Ou Relation de ce qui s'est passé au voyage de Ferdinand de Soto, pour la conqueste de ce pays" und aus der französischen Sprache des P. Richelet in die deutsche Sprache übersetzt von Heinrich Ludewig Meier, erstmalig erschienen im Verlag George Conrad Gsellius, Königl. privil. Buchhändler in Zelle, im Jahre 1753
Originalsprache: spanisch

Publikation: Erscheint im Buchhandel Mai 2019, ISBN 978-3-930177-13-4
Zusatzinformation: Adaptions- / Stoffrechte für Film, Hörspiel, Bühne.
Rechtevertretung: Bengelmann Theater Verlag

Aufführungsgeschichte:
Bisher keine Verfilmungen oder Bühnenfassungen bekannt
Frei zur UA

In TTX seit: 02.12.2018

1539 - 1543: Der Kriegszug der spanischen Krone gegen die indianischen Volksstämme in Florida. Garcilasso de la Vega el Inca und sein Historischer Roman “DIE EROBERUNG VON FLORIDA”, erschienen 1605 in Spanien.
In dem Jahr 1539, in welchem der spanische Konquistador und Hauptmann Hernando de Soto im Auftrag der spanischen Krone mit 600 Freiwilligen aus Portugal und Spanien einen Feldzug zur Eroberung eines nordamerikanischen Landstriches, den man „Florida“ nannte, unternahm, wurde am 12. April der spätere Dichter und Historiker Garcilaso de la Vega el Inca als Kind der Inkaprinzessin Chimpu Ocllo, getauft auf den christlichen Namen Isabel Suárez, und eines einfachen spanischen Landsknechtes, der aus der berühmten Poetenfamilie "de la Vega" stammte, im Hauptmannsrang mit dem Namen Garcilasso geboren. Die Mutter des Dichters war eine Cousine des Inkakaisers Huascar, dem Todfeind des Inkakönigs Atahualpa beim Kampf um die Thronfolge. Der Dichter Garcilasso de la Vega el Inca entstammt somit aus dem Hochadel der Inkadynastie. Hauptmann de Soto war schon bei der tollkühnen Eroberung Perus (in der Inkasprache Quechua wurde den spanischen Invasoren das Wort „biru“, gleichbedeutend für „Fluß“, als Bezeichnung für das vor ihnen liegende unbekannte Land genannt) durch den ehemaligen Schweinehirten und Analphabeten, den grausamen Hauptmann Francisco Pizarro aus der Estremadura, mit dabei. Den gescheiterten Versuch, Florida auf ebensolche tolldreiste Weise zu erobern, mußte Hauptmann de Soto mit seinem Leben bezahlen; vermutlich starb er an einer Wundinfektion nach einer Bagatellverletzung, jedenfalls kam er nicht durch unmittelbare Feindeinwirkung zu Tode. Der Kriegszug mußte scheitern, weil der militärische Widerstand der verschiedenen indianischen Volksstämme, die jeweils einem Kaziken unterstanden, und die nicht zu einem übergeordneten Staat mit einem gottgleichen Oberhaupt vereint gewesen waren, trotz der militärischen Überlegenheit der spanischen Invasoren immens war. De Soto hatte vermutlich von einer Duplizität und Wiederholbarkeit der Ereignisse geträumt, als er den Feldzug gegen Florida plante. Denn die fast tölpelhafte Eroberung Perus durch den bauernschlauen und listigen Schweinehirten am 15. November 1532, als der Inkaherrscher Atahualpa durch eine List gefangen genommen werden konnte, war ja schon eine Wiederholung der Taktik bei der ebenso schlauen, jedoch wesentlich blutigeren Eroberung Mexikos durch Hernando Cortéz 1519. Cortéz hatte das Glück, die Verräterin Malinche als seine Geliebte und als „consultant“ und den gutgläubigen, naiven und wahnhaft religiösen Herrscher Mexikos, Montezuma als Gegner zu haben. Montezuma hatte die Weißen als Götter verehrt und sie willkommen geheißen. Erst nach dem Tod Montezumas durch einen Steinwurf aufgebrachter mexikanischer Bürger hatte der militärische Widerstand Form angenommen.
Garcilaso de la Vega el Inca lebte in Spanien und schrieb mehrere Jahrzehnte an diesem historischen Roman.
In Kindlers Literaturlexikon (KLL) wird "La Florida del Ynca" als "Geschichtswerk" und als "romanhaft ausgeschmückter Bericht" bezeichnet. Bei der Auswahl der dargestellten Episoden habe sich Garcilasso, der fast ein halbes Jahrhundert an diesem Werk gearbeitet habe, "von der Überzeugung leiten" lassen, "daß sich in der Expedition Hernando de Sotos die Größe des Menschen, aber auch sein Versagen und die Vergeblichkeit seiner Mühen offenbarten. Er nennt diese Unternehmung eine 'Tragödie, bei der alles umsonst verbraucht wurde und alles nutzlos verlorenging'. Besondere Aufmerksamkeit widmet Garcilasso den menschlichen Aspekten dieses Zuges.Er will dabei weniger exakt berichten als 'den Sinn des Gewesenen. aus der Vergangenheit retten'. In erfundenen Ansprachen und Unterhaltungen läßt er die Handelnden ihre Anschauungen und Motive darlegen.Wie TACITUS sieht auch Garcilaso de la Vega die Aufgabe der Geschichtsschreibung darin, spätere Generationen zu belehren. Aus diesem Grund fügt er seinem Bericht häufig philosophische und moralisierende Betrachtungen ein." La Florida del Ynca', in einer kraftvollen Sprache von zuweilen fast barocker Üppigkeit geschrieben, ist eine glückliche Mischung aus Fiktion und Geschichte, aus Abenteuererzählung und folkloristisch-pittoresker Völkerkunde" (KLL, 1. Aufl. 1965, Bd. III, S. 63).Im hispano-amerikanischen Sprachraum hat sich Prof. Dr. SYLVIA-LYN HILTON um die Herausgabe der Schriften Inca Garcilaso de la Vegas verdient gemacht. In ihrer bemerkenswerten Einleitung zu der Faksimileausgabe von LA FLORIDA DEL INCA (Fundacion Universitaria Espagnola Madrid 1982) schreibt Sylvia-Lyn HILTON (Übersetzung aus dem Spanischen durch Diplomübersetzer Klaus REGER und Dr. phil. W. H. RATHGEBER): Bei La Florida del Inca "handelt es sich um ein bedeutendes Buch, obgleich es sehr polemisch ist. Einerseits wird es als ein Werk hoch geschätzt, das von dem ersten gebürtigen Amerikaner, der es schaffte, Werke über die Entdeckung und Eroberung von Amerika zu publizieren, verfaßt worden ist. Andererseits wird es hoch geschätzt, weil sein Verfasser ein Mestize ist, der mit einem Adelsgeschlecht der Inka verwandt ist, so daß der Verfasser und sein Werk ein schwungvolles Symbol des Zusammenfließens beider Kulturen bleiben. 'La Florida del Inca' kann man heute wie gestern mit dem größten Vergnügen lesen,aufgrund seiner sauberen und strahlenden literarischen Schönheit, denn es ist zweifelsohne das am besten zusammengefaßte und das poetischste Werk Garcilaso's. Nun gut, gerade diese solide Schönheit gab Anlaß zu einer immer noch bestehenden Streitfrage, was den Wert dieses Werkes als vertrauenswürdige historische Quelle betrifft" (Ende Zitat Sylvia-Lyn HILTON, Madrid 1982, Übersetzung durch Diplomübersetzer Klaus REGER und Dr. phil. W. H. RATHGEBER.

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