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Nestroy, Johann Nepomuk

Der böse Geist Lumpazivagabundus

Sprechtheater
Komödie

Bearbeiter:in(nen): Brück, Christoph

Dekorationshinweis: var., 1 Dekoration
Besetzung: 2D, 7H (9 Darst.)

Bstnr/Signatur: 7031

In TTX seit: 10.09.2025

Mystifax ist besorgt: Im Zauberland treibt sich der böse Geist Lumpazivagabundus herum und verdirbt Hilaris, den Sohn des Feenkönigs Stellaris, der nur noch trinkt und liebt, wie er will, und dabei völlig bankrott geht. Fortuna gibt dem jungen Mann das verlorene Vermögen zurück, doch Lumpazivagabundus verspottet diese Maßnahme: Reichtum allein werde die Jugend niemals bessern. Hilaris behauptet dagegen, nur die Liebe könne ihn retten, und bittet um die Hand von Fortunas Tochter Brillantine.

Fortuna glaubt ihm nicht und schlägt eine Wette vor: Auf der Erde sollen drei Handwerksburschen mit Reichtum überschüttet werden. Verschwenden sie das Geld leichtfertig, darf Hilaris Brillantine heiraten. Leben sie jedoch "in weiser Mäßigung", bleibt ihm die Verbindung verwehrt. Also machen sich Fortuna und Lumpazivagabundus auf den Weg zur Erde, um ihre Kandidaten moralisch zu stärken – oder gezielt ins Verderben zu treiben.

Tischler Leim, Schuster Knieriem und Schneider Zwirn gewinnen mit dem Los 7359 tatsächlich 100.000 Taler. Zwirn wirft sein Geld den Frauen zu Füßen, Knieriem verfällt dem Rheinwein – nur Tischler Leim bleibt vernünftig, heiratet und vermehrt sein Vermögen. Doch damit nicht genug: Er versucht auch noch, seine beiden Freunde zu einem maßvollen Lebenswandel zu bekehren und damit Hilaris’ Liebesglück endgültig zu zerstören.

Eine fantasievolle, turbulente Komödie über Geld, Versuchung und die uralte Frage, ob Menschen durch Reichtum besser oder einfach nur schneller dumm werden. Die Antwort fällt bekanntlich seit Jahrhunderten eher ernüchternd aus.

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