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Goldoni, Carlo

Der Diener zweier Herren
(Il servitore di due padroni)

Sprechtheater
Komödie, Volksstück, Freilicht, Schauspiel

Übersetzer:in(nen): Buhss, Werner

Originalsprache: Italienisch
Besetzung: 3D, 9H (12 Darst.)

Bstnr/Signatur: 1321

Aufführungsgeschichte:
DEA: 17.02.1996, Landesbühnen Sachsen, Radebeul, R: Roland May

In TTX seit: 29.09.2017

Goldonis Truffaldino kam aus Bergamo und spricht im Original einen (in deutschen Übersetzungen meist vernachlässigten) Dialekt, der ihn zum Fremden in Chiozza stempelt und seine atemverschlagenden Diener-zweier-Herren-Geschäfte zusätzlich belastet. Werner Buhss schrieb eine eigene heutige Dialogfassung - kräftig, bilderreich und mit einem Truffaldino, der sich auch in seinen sehr eigensinnigen Reden als komische Individualität behauptet.

Truffaldino: Ischt das nicht feschtlich. Rumrum arbeitslosigliches Elend, und ich habe gleich zwei Verpflichtlichungen. Ischt das denn funktionierlich. Zwei Herren dienlich zu wieseln. Was ischt dagegen sprechlich. Doppelt Lohn und doppelt Essen gegen das übergroßliche Blubbriche, was doppelt Futter bräuchlich ischt. Und wenn es einer bemerklich ischt, bin ich beim anderen bleiblich. Ich bin aus Bergamo, das ischt an mir immer wieder merklich. Bin ich also zur Post gehlich. Das ischt ein Weg gleich für beide arbeitgeberlichen Seiten.

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