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Herzberg, Judith

Simon
(Simon)

Sprechtheater
Schauspiel

Übersetzer: Herzberg, Judith / Hailer, Peter / Volk, Michael

Originalsprache: Niederländisch
Besetzung: 7D, 7H (14 Darst.)

Bstnr/Signatur: 1340

Aufführungsgeschichte:
UA: 23.02.2002 Düsseldorf, Schauspielhaus

In TTX seit: 04.09.2003

Simon (81) ist Vater von Lea und Isaac, Leas Halbbruder und Pflegekind. Denn Isaacs Mutter Dory, eine gefragte Geigerin, inzwischen zum zweiten Mal mit Nico, Leas letztem vom drei Exmännern verheiratet, hat eigentlich nie Zeit ... Ein kompliziertes, 14 Personen starkes Beziehungsgespinst wie in der griechischen Mythologie webt Judith Herzberg in ihrem mehrteiligen, feinnervig verknüpftem Panorama einer jüdisch-holländischen Familie. Das neue Stück "Simon" rundet die Chronik, die den Zeitraum zwischen 1975 und 1998 umfasst, zur Trilogie. Aber wie schon die Vorläufer "Leas Hochzeit" (1982) und "Heftgarn" (1996) hat dieses dritte Stück auch allein Bestand auf der Bühne – die UA in Düsseldorf lieferte dafür einen beredten Beweis.
Das betagte Oberhaupt der bizarr verzweigten Familie fühlt sich nach dem Tod der Ehefrau Ada krank und müde. Alpträume und Erinnerungen drängen in Simons Gegenwart, in der die Familie um sein Krankenbett versammelt ist. Streiflichtartig, in knappen Szenen erhellen sich Familienbande, -knoten, -brüche, offenbart sich das Eigenleben der Figuren aus drei Generationen – jede auf sehr eigene Weise geprägt vom Geist ihrer Zeit und von der jüdischen Vergangenheit. Judith Herzberg hat hier ein szenisches Kaleidoskop voller Sensibilität und Witz und von großer poetischer Kraft entworfen.

"Ein Kunst-Stück voll irritierender Kapriolen und Konstellationen, wie ein komplexes Gemälde, das man aus stets neuer Perspektive betrachten darf."
Westfälische Zeitung, 25.Februar 2002

"Es sind die alltäglichen Dinge, die Judith Herzberg das Material für ihre Familienszenen liefern. Dem Nahblick auf die Fährnisse des Alltags gesellt sich der Fernblick hinzu, die Erinnerungen an die Geschichte der europäischen Juden... Doch 'Simon' ist, wie auch die beiden früheren Stücke, kein Klagelied, sondern eine überaus leichte, von Komik und Charme getragene Erzählung, deren Auf und Ab, deren Wendungen und Schattierungen den Zuschauer mit einer fast meditativen Kraft in ihren Bann schlagen."
Ticket, Köln, 29.3.-4.4. 2002

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