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Boisvert, Nathalie

Das Marstraining
(L’Été des Marsiens)

Sprechtheater
Jugend
ab 13 Jahren

Übersetzer: Heibert, Frank

Besetzung: 1D, 2H
Besetzungshinweis: 1 Dame (stumme Rolle)

Aufführungsgeschichte:
2006 Grips Theater, Berlin; 2006 Rheinisches Landestheater Neuss; 2013 Theater der Jungen Welt, Leipzig

In TTX seit: 04.03.2019

Peanut ist eine Niete in Völkerball. Mit seiner Bifokalbrille sieht er alle Bälle doppelt. Chico hat keinen Bock auf Völkerball und auch auf sonst nix – dabei ist er ein harter Junge. Knallhart. Der eine teilt aus, der andere duckt sich weg. Die beiden stolpern zufällig übereinander und entdecken viele Gemeinsamkeiten. Sie sind Außenseiter, werden von ihren Eltern vernachlässigt. Sie wünschen sich weit weg, am liebsten in eine andere Galaxie. Die beiden Fantasy-Fans glauben fest daran, dass es auf anderen Planeten intelligente Wesen gibt. Peanut vertraut Chico ein Geheimnis an: Am 4. August wird ein Raumschiff auf dem Berg landen. So hat er es im Radio gehört.
Peanut wächst zwar in einer bessergestellten Familie auf, hat allerdings eine im Wachkoma liegende Schwester, die bald in ein Heim abgeschoben werden soll. Schnell reift ihr Plan. Sie hoffen, von Außerirdischen abgeholt zu werden und den trostlosen Verhältnissen zu entkommen. Dafür müssen aber noch Vorbereitungen getroffen werden. So beschließen sie auch, die Schwester Sylvie einfach mitzunehmen, wenn die Aliens kommen. Chico verordnet seinem Kumpanen ein „Marstraining“. Er muss sich abhärten, seine Ängste abbauen, um zu überleben, so glaubt Chico in seiner Rambo-Logik. Peanut und Chico, ein verlorenes Paar, müssen nun im Schnelldurchgang erwachsen werden. Die Mutproben sind anfangs noch harmlos. Chico dreht seinem neuen Freund den ersten Joint, fügt ihm mit dem Messer einen Schnitt in den Arm zu. Als Peanut dämmert, was für einen gefährlichen Freund er da hat, ist es zu spät. Statt auf die Erfüllung ihrer Hoffnung scheint alles auf die Katastrophe hinauszulaufen.

DAS MARSTRAINING ist vor allem ein Stück, das die Flucht vor Problemen thematisiert. Es zeichnet das eindringliche Bild einer Generation, die sich ihre Vorbilder und Ideale selbst erfinden muss.

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