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Küspert, Konstantin

Der Westen

Sprechtheater
Schauspiel

Dekorationshinweis: Besetzung variabel
Besetzung: 1D, 3H

Aufführungsgeschichte:
UA: E.T.A.-Hoffmann-Theater Bamberg
25.05.2018
Regie: Silbylle Broll-Pape

In TTX seit: 31.01.2018

»Den Westen« könnte es bald nicht mehr geben. Was vor kurzem noch undenkbar war, es scheint nun möglich. Die westliche Welt war bestimmt durch das atlantische Bündnis, das sich im Ersten Weltkrieg herausbildete, im Zweiten Weltkrieg zur Lebensnotwendigkeit wurde und im Kalten Krieg aus der Abgrenzung zum sozialistischen Osten seine Existenzberechtigung schöpfte. Der Westen gründet auf einer gemeinsamen, von den USA garantierten transatlantischen Sicherheit und auf geteilten politischen und gesellschaftlich-kulturellen Werten wie Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Marktwirtschaft. »Go West« war ein Traum von scheinbar unbegrenzter Freiheit und unerschöpflichen Möglichkeiten.

Konstantin Küspert beginnt seine lockere Szenenfolge über entscheidende historische Stationen oder Werte des Westens mit Gastauftritten von Christoph Columbus, Neil Armstrong oder Jean-Luc Picard mit einer Liebesgeschichte: Gitti ist noch nicht volljährig, als sie den Soldaten Tommy kennenlernt, und rasch ist sie schwanger. Das gemeinsame Kind wird allerdings in einem Bunker geboren, denn bei Küspert eskaliert die Kubakrise im Jahr 1962, und so beginnt das Stück mit dem Ende der westlichen Zivilisation, der gesamten Menschheit: »die letzten menschen in den bunkern starben am 12. august 1984, gegen 11:32, kurz vor dem mittagessen, wegen eines defekten luftfilters. das hier ist ihre geschichte.«

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