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Levin, Hanoch

Requiem

Sprechtheater
Schauspiel

Übersetzer: Doron Hamburger und Frank Weigand

Besetzung: 3D, 5H
Besetzungshinweis: Besetzung variabel

In TTX seit: 07.11.2018

Der Alte ist Sargbauer, doch leider gehen die Geschäfte schlecht. Er würde gerne mehr Särge schreinern in Pupka, dem Städtchen, in dem er mit seiner Frau lebt. Eines Tages erkrankt seine Frau. Dem Alten dämmert, dass den beiden nicht mehr viel Zeit bleibt. Und plötzlich tut es ihm leid, dass er sie immer schlecht behandelt hat. Gemeinsam machen sie sich mit der Kutsche auf den Weg zum Krankenpfleger in die Nachbarstadt.
In der Kutsche sitzen bereits zwei Prostituierte, die über Sex, ihr Leben in der Provinz und ein mögliches Leben in Paris parlieren. Der Kutscher trauert währenddessen um seinen verstorbenen Sohn, doch das berührt keinen der Insassen. In der benachbarten Stadt verschreibt der Sanitäter der Frau das, was er allen Patienten verschreibt. Und kurz darauf stirbt die Frau. Der zurückbleibende Alte erinnert sich angesichts einer Begegnung mit einer jungen Mutter und ihrem sterbendem Kind an sein eigenes Kind, das als Säugling starb.
Alle Figuren des Stücks, der Alte und seine Frau, der Kutscher, die junge Mutter – und auch die beiden Prostituierten und ihre versoffenen Kunden –, scheinen ihr Leben längst hinter sich zu haben. Requiem ist ein Abgesang, ein letztes Schwelgen in Erinnerungen, ein tragikomischer Text über verpasste Gelegenheiten und die Vergeblichkeit menschlichen Strebens.
Requiem war eines der letzten Theaterstücke, die Hanoch Levin schrieb, und das letzte Stück, das er selbst inszenierte. Der Text variiert Motive dreier Kurzgeschichten von Anton Tschechow. Levins »Todesmärchen«, wie er es selbst nannte, ist ein zeitloses, beeindruckendes Drama, das nach seiner Uraufführung zum umjubelten Klassiker der israelischen Dramatik wurde und Levin international bekannt machte.

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