Acht Jahre lang hat David als Quereinsteiger an einer Schule unterrichtet, da eröffnet der Direktor ihm, dass er bis auf Weiteres suspendiert sei. Der Grund: David hat vor einer Klasse darüber gesprochen, dass er schwul ist. Und das ist, seit eine rechte Regierung im Amt ist, gesetzlich verboten. Der Beweis: Ein Mitschnitt, den eine Schülerin während des Unterrichts angefertigt hat. Zeitgleich gerät auch Davids Lebensgefährte Vedran als "Migrant" ins Visier der neuen Machthaber. Hilfe erhoffen sie sich von Alma, Vedrans Schwester, einer Juristin. Davids beste Freundin, Martha, vergräbt sich in ihrem Schrebergarten und ist überzeugt, dass alles schon halb so schlimm werde. Ganz nebenbei gerät auch Davids Privatleben durcheinander, seit er eines Abends einen attraktiven, jungen Mann namens Max kennengelernt hat. Aber sind Öffentliches und Privates überhaupt zu trennen in einem Land, das zunehmend totalitär regiert wird? Und so wird geschwiegen, wo früher geredet wurde. Wo Vertrauen war, herrscht jetzt Misstrauen. Als auch Alma verhaftet wird und David den Schuldirektor um Hilfe bittet, schlägt das System brutalstmöglich zu.
Andreas Jungwirth hat gesellschaftskritisches Drama und Politthriller in einem geschrieben. Spannend und analytisch genau spielt er durch, "was alles möglich ist" - einen Wahlspruch aufgreifend, der im Stück aus dem Munde der neuen Herrschenden durchaus als Drohung zu verstehen ist.
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