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Franzobel

Hanni
von der kleinen Leute Größe

Sprechtheater
Monolog

Besetzung: 1D

In TTX seit: 12.03.2020

Der Vater, Rossknecht, musste im Sautrog schlafen, sie wurde bei den Bauern wie eine Leibeigene gehalten. Die Geschichte der Hanni ist voll bitterer Not, Armut und Entbehrungen, ein modernes Aschenputtel, nur dass ihr Prinz, „ein Bild von einem Mann“, bald nach der Hochzeit in den Krieg einrücken musste. Hanni und ihr Vater wurden gezwungen, beim Bau der Baracken für das Konzentrationslager Gusen mitzuarbeiten. Später hat sie gesehen, was darin vorging. Außerdem wurde sie Zeugin Mühlviertler Hasenjagd. Ihre lebensgefährlichen Versuche, den Häftlingen zu helfen, waren wenig aussichtsreich. Ihr Mann kehrte erst zwei Jahre später aus der Kriegsgefangenschaft zurück. Vom Leben betrogen suchte er Trost im Alkohol und in Weibergeschichten. Da er alles versoff und verspielte, musste Hanni kämpfen, die sechs Kinder durchzubringen. Ständig Delogierungen, Pfändungen. Trotz dieses schweren Schicksals hat Hanni nie den Glauben an das Leben verloren. Wenn man die bald Hundertjährige fragt, wie alt sie werden will, sagt sie Hunderttausend.
Das Stück, basierend auf der Lebensgeschichte der Hanni Rittenschober, zeigt die große Geschichte aus der Perspektive ganz kleiner Leute, deren unerschütterliche Kraft und Lebensmut vorbildlich ist.

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