A Hetz oder Die letzten Tage der Menschlichkeit
Sprechtheater
Schauspiel
Werkangaben: Ein präapokalyptisches Kaleidoskop in fünf Bildern
Besetzung:
4D,
9H
Besetzungshinweis: Nebendarsteller - Doppelbesetzungen möglich
Bstnr/Signatur: 5602
Dauer:
abendfüllend
Aufführungsgeschichte:
UA: 29.07.2009, Theater Hausruck; Regie: Georg Schmiedleitner
In TTX seit: 13.11.2025
Das Publikum wird mit Bussen von Schauplatz zu Schauplatz gebracht und dadurch selbst Teil einer theatralen Reise durch ein zunehmend unmenschliches Österreich: in ein Bordell, eine Kirche, eine zynische Armuts-Quizshow und andere Stationen. Videodokumente, politische Statements, Satire und drastische Spielszenen durchbrechen einander. Zentral bleibt Maria, deren Abschiebung trotz ihrer Verwurzelung im Land betrieben wird. Ein Polizist erkennt zwar, dass Gesetze für Menschen da sein müssten und nicht umgekehrt, setzt sich aber gegen das System nicht durch.
Über allem steht das Bild einer Gesellschaft, die ihre Menschlichkeit buchstäblich zu Grabe trägt: Schon zu Beginn wird sie in einer Beerdigung verabschiedet, während ein stummer Narr das Publikum vergeblich auffordert einzugreifen. Das Stück verbindet konkrete österreichische Asyldebatten mit einer weit über den Einzelfall hinausgehenden Satire auf Angst, Ausgrenzung und politische Verrohung.
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