Abschiedssymphonie
(Búcsúszimfónia)
Sprechtheater
Komödie
Übersetzer:in(nen): Gahse, Zsuzsanna
Werkangaben: Komödie in drei Akten
Originalsprache: Ungarisch
Dekorationshinweis:
3 Dekorationen
Besetzung:
1D,
6H
Bstnr/Signatur: 5084
Dauer:
abendfüllend
Aufführungsgeschichte:
UA: 07.04.1996, Vígszínház, Budapest (Házi Színpad); Regie: Sándor Zsótér
ÖEA: 18.10.2000, Theater im Keller Graz; Regie: Reinhold Ulrych
In TTX seit: 14.06.2025
Doch Esterházy erzählt keine chronologische Familiengeschichte. Der Vater schweift zwischen Geliebten, Alter, Erinnerungen, Politik und Familienmythen hin und her, während seine Söhne als Chor seine Geschichten kommentieren, korrigieren und parodieren. Hinter den Sprachspielen und grotesken Einfällen steht zunehmend die Frage, was von einem Menschen und einer Familie übrig bleibt, wenn ihre alte Welt verschwunden ist. Miklós erkennt, dass er siebzig geworden ist und dass mit ihm auch der „Roman der Familie“ an sein Ende kommt.
Mit Menyus Tóth dem Jüngeren tritt schließlich eine Figur aus der Vergangenheit des Vaters auf. Das Spiel um Erinnerung, Vaterschaft und Vergänglichkeit verdichtet sich zu einem grotesken Abschied: Am Ende schießt der Narr mit einer Pistole auf Miklós, der leblos zusammensinkt – worauf Menyus die Pistole, die sich als Marzipanpistole erweist, aufisst. Der Chor beschließt die Familiengeschichte mit einem makabren Lied über die „schweigsamen Väter“.
Wenn Sie sich als Nutzer registrieren, können Sie hier online Ansichtsexemplare beim Verlag anfordern.
Vertrieb:
Johannesgasse 12
AT 1010 Wien
Telefon: 0043-1-5123284
office@sesslerverlag.at
www.sesslerverlag.at
Mitglied im VDB
Verlagsportrait auf theatertexte.de
Bezugsbedingungen des Verlags