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Lazar, Maria / Fischer, Ernst

Die Weiber von Lynö

Sprechtheater
Komödie

Werkangaben: Eine Komödie in 11 Bildern nach dem Roman „Der Fall Rist“
Besetzung: 8D, 7H
Besetzungshinweis: Mehrfachbesetzungen möglich

Bstnr/Signatur: 2548
Dauer: abendfüllend

Frei zur UA

In TTX seit: 07.08.2024

1930 erschien in der Tageszeitung „Vorwärts“ Maria Lazars satirischer Fortsetzungsroman „Der Fall Rist“. Lazar gab sich dabei unter ihrem dänischen Pseudonym Esther Grenen als Herausgeberin von Protokollen, Dokumenten und Zeitungsausschnitten eines Kriminalfalls aus, der sich auf der (fiktiven) Insel Lynö zugetragen haben soll.

„Der Fall Rist“ ist eine brillante Mediensatire, die mit den Mitteln einer fiktiven Reportage die Folgen von Sensationsgier und Aufmerksamkeitssucht auf die Spitze treibt: Ein Mädchen ist verschwunden. Im Wettstreit zweier Zeitungen entwickelt sich diese Meldung zu einer Hetzjagd auf einen vermeintlichen Triebtäter, der es auf die Mädchen der Insel abgesehen hat. Die Angst entwickelt sich zusehends zu einer Massenpsychose, Fakten haben keine Bedeutung mehr.

1933/1934 sollte die Theaterfassung von „Der Fall Rist“ in Graz auf die Bühne kommen, doch der politische Umbruch in Österreich verhinderte die Aufführung des brisanten Stoffes. Lazar ging 1933 ins Exil nach Dänemark.

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