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Franzobel

Mozarts Vision

Sprechtheater
Schauspiel

Dekorationshinweis: 1 Dekoration
Besetzung: 4D, 4H

Bstnr/Signatur: 1178
Dauer: abendfüllend

Aufführungsgeschichte:
UA: 12.11.2003, Volkstheater, Wien

In TTX seit: 14.05.2003

Ein ironischer Kunstgriff erlaubt diesem Mozart, die Zeit zurückzudrehen und einige Szenen aus seinem Leben noch einmal zu erleben, sozusagen als Vision. Er trifft die Figuren seiner unmittelbaren Umgebung, den Vater, die Schwester, den Hund Pimperl, den Adlatus Süßmayr, Konstanze und deren Mutter, Hofdemel, den Erzbischof Colloredo. Sie alle verändern sich überraschend. Aus dem Adlatus wird der Tod, aus dem Hund die Geliebte, aus der Schwester der Bruder.

Das Stück ist eine absurde Wortcharade zu Mozarts Leben. Die Sprache folgt ihren eigenen Neigungen: Turbulenz, Nonsense, Respektlosigkeiten, bittersüße Klischees sind willkommen. Sie öffnet das bekannte Tableau spielerisch zur Gegenwart. Ihr Thema ist der Mechanismus des Familiären, das Österreichische, das Fleischliche, das die Ideen erzeugt, die Absurdität der Verstrickung, aus der das Werk entsteht. Es gibt keinen Anspruch, den historischen Mozart zu treffen, nur den Mozart in unseren Köpfen, den aus Marzipan, den von den Postkarten, den aus den Filmen.

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