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Androsch, Peter (Komponist)
Androsch, Peter/ Dörner, Silke (Autoren)

Goldküste – Bericht für eine Akademie
Mono-Oper nach Franz Kafka

Musiktheater
Oper

Besetzung: 2H
Besetzungshinweis: 1 H; 1 Sänger, 7 Live-Musiker
Instrumentierung: Klavier, Schlagwerk, Klarinette/Bassklarinette, Violine, Viola, Cello, Kontrabass

Bstnr/Signatur: 1545

Aufführungsgeschichte:
UA: 11.05.18, Theater an der Rott, Eggenfelden; R: Yaron David Müller-Zach; M: S. Hennemann
ÖE/ SE - frei -

In TTX seit: 24.09.2018

„Der ehemalige Affe Rotpeter legt einer Akademie einen Bericht über seine Menschwerdung vor, der als Geschichte einer erzwungenen Assimilation und als pädagogische Satire verstanden werden kann. Der Gegenstand des Berichts ist aber nicht, wie von der Akademie gewünscht, die Erinnerung an das äffische Vorleben, sondern die Schilderung des Anpassungsvorganges.“ (Theater an der Rott)
„Der Text um Anpassung und Widerstand, erstmals 1917 veröffentlicht, provoziert gehörig. Der Affe Rotpeter berichtet höchstselbst von seiner Gefangennahme und Verschiffung im engen Käfig. In seiner Not beschließt er, durch Nachahmung und Assimilation dem Leben hinter Gittern zu entgehen. Er lernt rauchen, trinken, sprechen und kann ein in Grenzen selbstbestimmtes Leben im Varieté führen.
Dies in Eggenfelden als Opern-Uraufführung umzusetzen, ist staunenswert mutig. Doch der Text um Illusion von Freiheit und den Sieg des schnöden auswegs gewinnt dadurch enorm an emotionaler Tiefe. […]
Der Komponist Peter Androsch, der sich in den letzten Jahren einen hervorragenden Ruf als Bühnen- und Filmkomponist erwarb, nahm zusammen mit Dramaturgin Silke Dörner die Erzählung auseinander und spitzte sie in 17 Nummern zu. Die Entscheidung, Rotpeter in zwei parallel agierende Figuren aufzuspalten, ist ein großer Gewinn, weil dies das Geschehen erlebbar und verständlich macht.“ (Passauer Neue Presse, 14.05.18)
„Androsch, ein äußerst produktiver Komponist, ist ein Klangforscher, seine Arbeiten Forschungszwischenstände aus einem Prozess gegen die akustische Vermüllung unserer Zeit. Man muss also genau hinhören, aber es lohnt sich. So aufmerksam folgte man Rotpeter selten.“ (Süddeutsche Zeitung, 12./13.05.18)

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