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Schumann, Robert (Komponist)
Schumann, Robert/ Matheis, Toni/ Wenzel, Anna/ Hau, Kerstin/ Völk, Julie (Autoren)

Das Dunkle und das Helle
Musiktheater nach Schumanns Kinderszenen und dem gleichnamigen Bilderbuch

Musiktheater
Kinder, Oper
ab 5 Jahren

Werkangaben: Musikalisches Konzept: Toni Matheis; Bühnenfassung (Libretto): Anna Wenzel, nach dem Bilderbuch von Kerstin Hau und Julie Völk
Besetzung: 4 Darst.
Besetzungshinweis: 3 Sänger*innen (Sopran, Mezzosopran/ ggf. Countertenor, Bariton); 1 Tänzer*in
Instrumentierung: 1 Pianist*in am Flügel

Publikation: Bilderbuch: Kerstin Hau (Text), Julie Völk (Ill.): Das Dunkle und das Helle, © 2019 NordSüd Verlag AG, CH-Zürich
Bstnr/Signatur: 1619

Aufführungsgeschichte:
UA: bis 01.07.22, Option, Junge Oper/ KJT Sckellstraße, Dortmund
ÖE/ SE - frei

In TTX seit: 13.10.2020

Basierend auf der Bilderbuchvorlage von Kerstin Hau und Julie Völk thematisiert das Werk, in ungewöhnlicher Kombination mit Schuhmanns leichten, romantischen Stücken, reale Probleme und wiederkehrende Motive aus der Welt der Kinder: das Sehnen nach unbekannten Welten und inniger Freundschaft, Abenteuerlust und Neugierde, aber auch die mit jedem Wagnis verbundene Angst und Unsicherheit. Die beiden Protagonist*innen das Zarte und das Struppige stehen wie ihre jeweilige Umgebung für die gegensätzlichen Welten des Lichtes und des Dunklen. Sie begegnen sich genau an der Grenze des ihnen Vertrauten und wagen sich Schritt für Schritt in die Welt des*der Anderen: Es ist der vorsichtige Beginn einer Freundschaft, in der sie mutig füreinander einstehen und immer wieder zwischen den beiden Sphären wandeln – aber auch lernen mit tiefen Emotionen wie Trauer und Angst umzugehen. Die Anzahl der Tableaus der Vorlage lässt sich rhythmisch wie auch inhaltlich perfekt mit den 13 überwiegend zu Liedern erweiterten „Kinderszenen“ Schumanns verknüpfen. Sie bilden eine wunderbare Projektionsfläche zur Entfaltung der fantasievoll gestalteten Szenen: ein buntes und liebevolles Kaleidoskop der spielerischen Annäherung – die sich auch in der begleitenden Choreografie einlöst.
Schumanns Kinderszenen, op. 15 ist ein aus dreizehn kurzen Klavierstücken bestehender Zyklus aus dem Jahr 1838, der nun zum ersten Mal für drei Gesangsstimmen mit zeitgenössischen Texten als Musiktheater vorliegt.
„Schließlich wagt das Struppige den Schritt hinüber und besucht das Zarte in seiner Welt. Angst muss es keine haben, denn es hat einen Freund an seiner Seite. Schön ist das! So schön, dass sein dunkles Fell helle Flecken bekommt“ (Süddeutsche Zeitung, 17.01.20)
„In den Kinderszenen […] offenbart sich jene Anmut, jene immer das Richtige treffende Naivität, jener geistige Zug, der uns bei Kindern oft so eigentümlich berührt und, während ihre Leichtgläubigkeit uns ein Lächeln entlockt, uns zugleich durch die Scharfsinnigkeit ihrer Fragen in Verlegenheit setzt – ein Zug, der auch bei den Kulturanfängen der Völker zu finden ist und jenen Ton phantasievoller Einfalt bildet, welcher die Lust am Wunderbaren weckt.“
(Franz Liszt, 1855)

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