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Beyeler, Andri

Sie haben heut Abend Gesellschaft

Sprechtheater
Monolog, Schauspiel

Übersetzer: Schwerdtner, Juliane

Originalsprache: Schweizerdeutsch
Besetzung: 1D
Besetzungshinweis: 1 oder mehrere D/ H

Bstnr/Signatur: 1045

Aufführungsgeschichte:
UA: 17.04.02, Tanz Kumpane/ Fabriktheater, CH-Zürich; Choreografie: T. Beyeler
DE: 27.03.06, Theater am Schlachthof, Neuss; R: M. Michel
ÖE: 26.05.10, uniT. Verein für Kultur an der Karl-Franzens-Universität Graz; im Theater am Lend; R: V. Kiegerl

In TTX seit: 02.12.2003

Der Abend soll schön werden. Vor allem das. Darum hat man eingeladen. Auch sie. Denn man mag sich. Der Abend soll schön werden. Vor allem das. Darum sitzt man am Tisch. Auch sie. Denn hier lässt es sich gut sitzen. Der Abend soll schön werden. Vor allem das. Darum unterhält man sich. Auch sie. Denn berichten lässt es sich leicht.
Warum sie nicht einfach aufsteht und rausgeht, weiß sie allerdings auch nicht.

"In 'Sie haben heut Abend Gesellschaft' gibt es Momente, in denen die Sprache nicht mehr aussagen will, sondern ganz zu Musik wird und selbst chorisch zu tanzen beginnt. In solchen verdichteten Augenblicken harmoniert die Allianz." (Neue Zürcher Zeitung, 19.04.02)

"Musik, Tanz und Schauspiel - die drei Pfeiler des Theaters können auf der Bühne dank Beyelers Stück eine kongeniale Verbindung eingehen. Denn das rhythmisierte Sprachgerüst, das der Autor über sieben Etagen zieht, lässt einem Regisseur jeden Freiraum - für ein Spiel mit einem oder mehreren Darstellern, für die Einbindung eines oder mehrerer Tänzer, für einen oder mehrere Musiker. [...] Das Text-Material erzählt keine Geschichte, sondern spiegelt die merkwürdigen Empfindungen eines Individuums beim Anblick geschlossener Gesellschaften. Ein Mann kommt in eine Nachtbar, trinkt und redet. Mit sich, mit anderen oder gegen sie - egal, denn Michel dreht die ohnehin kunstvolle Rhythmik der Beyelerschen Sprache mit Wiederholungen noch weiter." (Neuß-Grevenbroicher Zeitung, 29.03.06)

"Der Text ist knapp, dicht und bleibt vordergründig leicht. Er wechselt von latenter Brutalität zu leiser Komik. Die Sprache des Stücks spiegelt die emotionalen Bewegungen der Figuren wider. Beyeler lässt jedoch Lücken für den Tanz, in denen gezeigt werden kann, was im Gesprochenen verborgen bleibt." (Westdeutsche Zeitung, 25.03.06)

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