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Gherzi, Gianluigi/ Corona, Roberto/ Mattioli, Monica

Muñeca

Sprechtheater
Kinder
ab 11 Jahren

Übersetzer: Korn-Wimmer, Brigitte

Werkangaben: frei nach Beaumonts „Die Schöne und das Biest” und E.T.A. Hoffmanns „Der Sandmann”
Originalsprache: Italienisch
Besetzung: 1D, 1H

Zusatzinformation: Auszeichnung: 1998, Premio Stregagatto
Bstnr/Signatur: 1112

Aufführungsgeschichte:
UA: 1998, Compagnia Corona-Gherzi-Mattioli, IT-Milano; R: G. Gherzi
DSE: 13.01.00, Junges Forum, Ulm; R: J. Flügge

In TTX seit: 27.03.2001

Beide irren sie herum auf der Suche nach Liebe: Bella und Biest. Sie kennen einander nicht - noch nicht. Denn auf ihrer Reise durch die Einsamkeit begegnen sich ihre Seelen. Zunächst abgeschreckt von der Kälte des Biests, verliert sich Bella nach und nach in dessen Welt. Einer Welt voller Puppen, die sich das Biest als Ersatz für eine echte Geliebte geschaffen hat. Auch das Biest fühlt immer mehr Zuneigung zu Bella, muss aber zugleich die Erfahrung machen, dass eine lebendige Frau einem im Gegensatz zu den Puppen auch Schmerz zufügen kann.

"'Muñeca', die von Gherzi, Mattioli und Corona entwickelte Paraphrase, setzt auf Strenge und Vertiefung, etwa durch hochromantische Panik-Motive wie Maschinenhaftigkeit und Selbstentfremdung Marke E.T.A. Hoffmann. Keine schlechte Methode, diesem Stück Disney wieder einen Puls zu geben. Einer, der das Herz nicht nur gefühlig schwellen, sondern menschlich pochen lässt. Wie die Puppen sich mit Bellas Erscheinen peu à peu von Projektionsflächen in Schutzobjekte und schließlich verzichtbare Werkzeuge der Annäherung verwandeln, das verrät Feinarbeit und psychologische Finesse. Wie hier Vertrauen entsteht, Nähe, Intimität, wie Bellas Rosen-Klau die gezähmte Bestie fast vernichtet, das ist weitgehend mit Spannung gespielt und mit Gefühl für Rhythmus musikalisch sinnig gestützt." (Schwäbische Zeitung, 15.01.00)

"Nicht aufdringlich, aber klar die Botschaft: Was Leute über (fremde) Menschen erzählen, sollte man erst glauben - oder eben nicht - wenn man den Menschen kennen gelernt hat." (Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 08.09.01)

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